"Kein Grund für Briefe"

Kabinett schreibt Brief an Berlin - Röttgen kritisiert

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München - Die bayerische Staatsregierung will heute in einem offiziellen Brief an den Bund eine wirksame Sicherung der deutschen Grenze, zur Begrenzung der Flüchtlingszahlen verlangen.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die bayerische Staatsregierung kritisiert, die in einem offiziellen Brief an den Bund eine wirksame Sicherung der deutschen Grenze fordern will. „Ich bin auch für direkte Kommunikation, die wir ja auch permanent haben. Also gibt es keinen Grund für Briefe“, sagte Röttgen am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“.

Er warnte davor, dass eine nationale Grenzsicherung in der Flüchtlingskrise einen „sofortigen Dominoeffekt“ hätte. Es würde einen Rückstau von Zehntausenden Flüchtlingen auf dem Balkan geben. „Wir müssten explosive Entladungen, vielleicht eine humanitäre Katastrophe befürchten“, sagte Röttgen.

Seit Monaten gibt es zwischen der CSU und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Spannungen in der Flüchtlingspolitik. Wenn die Bundesregierung in ihrer Antwort die bayerische Forderung ablehnt, will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor dem Bundesverfassungsgericht Klage einreichen.

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dpa

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