Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Altötting

24 Fragen an Johann Huber (ÖDP)

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Johann Huber, Direktkandidat der ÖDP im Stimmkreis Altötting hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.

Landkreis Altötting/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis 110 Altötting bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Johann Huber (ÖDP)

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Die Antworten auf den Fragebogen von innsalzach24.de

1. Name

Johann Huber

2. Partei

ÖDP

3. Alter

60

4. Wohnort

Burgkirchen

5. Familienstand

verheiratet

6. Kinder

vier Töchter, drei Enkelkinder 

7. Wie verlief Ihre politische Karriere?

Gemeinderat, Kreisvorsitzender der ÖDP, Kreisrat

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Georg Pfaffinger, Bürgermeister Birner v. Kirchanschöring

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Ich bin hier geboren, auf dem elterlichen Hof aufgewachsen, Biolandwirt, Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit sind mir sehr wichtig.

10. Warum sind genau Sie der Richtige?

Gemeinwohl und Umwelt brauchen eine Stimme!

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

Das Auseinanderdriften der Schere zwischen Arm und Reich zu stoppen bzw. umzukehren.

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen?

Sauberes Trinkwasser aus der Region für uns und unsere Kinder!

13. Thema Gesundheit: Welche Maßnahmen müssen in der PFOA-Problematik ergriffen werden, reicht das Maßnahmenpaket der Staatsregierung aus?

Sofort, wo erforderlich, die Aktivkohlefilter in Betrieb nehmen, Verursacher in die Haftungspflicht nehmen. Langfristig durch geeignete Maßnahmen, wie Ökomodellregion und rückstandsfreie Produktion in der Industrie sauberes Grundwasser sichern.

14. Thema Wohnen: Wie kann in der Region wieder bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden?

Leerstände nutzen, Innenbereich verdichten, Altbaunutzung mit neuen Ideen, staatliche bzeziehungsweise kommunale Wohnbaugesellschaften gründen. 

15. Thema Infrastruktur: Wie wollen Sie den Breitbandausbau in der Region weiter vorantreiben, welche Schritte sind am dringendsten?

Der Freistaat Bayern muss flächendeckend für leistungsfähige, kabelgebundene Übertragungswege sorgen und für den Erhalt der Netzneutralität eintreten.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden?

Das Anbindegebot für Gewerbegebiete muss sofort wieder eingeführt werden! Die Gewerbesteuerverteilung auf Bundesebene ändern, z. B. Umwelt- und Naturschutzleistungen gleichwertig mit Gewerbegebieten honorieren.

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Einzelbetriebliche Wertschöpfung erhöhen z. B. durch Direktvermarktung (=> Strukturwandel stoppen – mehr kleine und mittlere Betriebe) und Biolandwirtschaft fördern.

Weg von der Pauschalförderung pro ha, hin zur einzelbetrieblichen Förderung mit Bindung an ökologische und gesellschaftliche Leistungen, Obergrenzen!

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern?

Den Vereinsvorstand von der Alleinhaftung befreien, den Gemeinwohlsinn in der gesamten Bevölkerung stärken durch steuerliche Honorierung von Gemeinwohlleistungen

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden?

Faires Asylverfahren für alle, z. B. fragwürdige „sichere“ Herkunftsländer. Asylbewerber brauchen schneller eine Arbeitserlaubnis; mit Ausbildungs- bzw. Arbeitsvertrag Bleiberecht durch Einwanderungsgesetz. 

Bekämpfung der Fluchtursachen: Oberstes Gebot ist Bekämpfung des Klimawandels, fragwürdige Handelspraktiken, Spekulationen, Waffenhandel!

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus?

Nein. Steuerliche Entlastung des Produktionsfaktors Arbeit. Sozialbeiträge unterer Einkommensgruppen und Auszubildender werden durch Einführung einer Maschinensteuer finanziert.

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken?

Längere gemeinsame Schulzeit, kleinere Klassen, zweite pädagogische Kraft in jeder Klasse um auch Alltags- und Sozialkompetenz vermitteln zu können. Schulung von Herz und Verstand!

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Förderung der Familie durch Ausbau des Familiengeldes in ein sozialversicherungspflichtiges Familiengehalt und damit verbundenen Rentenanspruch

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld?

Das Landespflegegeld ist mit 1000€ pro Jahr viel zu niedrig angesetzt, um eine würdevolle Pflege zu Hause zu ermöglichen. Ein optimaler Lösungsansatz wäre eine Sozialversicherungspflichtiges Familiengehalt. Die Vergütung der Pflegekraft (auch innerfamiliär) muss Rentenwirksam sein!

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag?

Bayern braucht eine Wende, weg von der kapital- und wirtschaftsorientierten Politik hin zu einer nachhaltigen, enkeltauglichen Wirtschafts- und Lebensweise, s. Art. 151 der Bayr. Verfassung: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: innsalzach24.de

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