Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Altötting

24 Fragen an Thomas Maier (mut)

+
Thomas Maier, Direktkandidat der mut-Partei im Stimmkreis Altötting, hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.

Altötting/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Altötting bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Thomas Maier (mut).

Homepage/Social Media Kanäle:

Homepage: www.maier-thomas.com

Facebook: Thomas Maier auf Facebook

Twitter: Thomas Maier auf Twitter

Instagram: --

Die Antworten auf den Fragebogen von innsalzach24.de

1. Name

Thomas Maier 

2. Partei

mut 

3. Alter

21 Jahre

4. Wohnort

Altötting 

5. Familienstand

Ledig 

6. Kinder

Keine 

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Dies ist das erste Mal, dass ich mich politisch engagiere. Ich habe mich für mut aufstellen lassen, da die „fünf Säulen“ (menschliche Asylpolitik, soziale Gerechtigkeit, Anerkennung der Gesellschaftsvielfalt, Nachhaltigkeit und lebendige Demokratie) der Partei meine persönliche Meinung widerspiegeln und ich finde, dass genau diese Aspekte in der heutigen Zeit abhandengekommen sind. 

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Claudia Stamm

9. Was verbindet Sie mit dieser Region? Was ist das Besondere daran?

Ich lebe seit drei Jahren in Altötting. Es ist mein Zuhause. Das Besondere hier ist, dass auch wenn man sich nicht kennt, immer höflich ist. Hier hilft man sich, wenn man etwas braucht. Dieser Zusammenhalt gefällt mir. Ich wünsche mir, ihn wieder ganz Bayern spüren zu lassen.

10. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich bin der Richtige, weil mir das Geschenk der Jugend zugute kommt. Ich spüre die Ängste, Wünsche und Gedanken ganz genau, manche teile ich sogar selbst. Zum Beispiel wünsche auch ich mir, dass ich meinen Kindern und Kindeskindern noch eine Welt vererben kann, die lebenswürdig ist. Auch das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ ist vor allem in meiner Altersstufe interessant, man zieht das erste Mal von Zuhause aus, da überlegt man schon, wohin und was man sich leisten kann. 

Ich kann mich dadurch sehr gut mit meinen Wähler*innen identifizieren und sie fühlen sich ernst genommen. Politik soll nicht mehr „es ist egal was ich wähle, die machen sowieso, was sie wollen“ sein. Die Leute sollen wieder mitbestimmen und ihren Belangen entsprechend wählen können. 

11. Was sind Ihre wichtigsten politischen Ziele?

Neben den oben bereits erwähnten Punkten ist mir die Sozial- und Familienpolitik besonders wichtig. Die Spaltung zwischen Arm und Reich wird immer größer und es ist meiner Meinung nach erschreckend, dass heutzutage immer noch die Herkunft der Person über die Bildungsmöglichkeiten entscheidet. Kinder aus sozial schwachen Familien müssen ebenfalls die Möglichkeiten haben, einen (höheren) Bildungsabschluss zu erreichen und später einmal selbst entscheiden können, was sie arbeiten möchten. 

Ich finde auch, dass Bildung gerade deswegen sehr wichtig ist, da dies den Menschen hilft, über sich selbst zu bestimmen. Nur wer ein breitgefächertes Wissen hat, hat die Möglichkeit, zu wählen und zu entscheiden. Damit schwindet auch die Abhängigkeit. Die Leute werden freier und für die Politik ist es nicht mehr so leicht, mit den Ängsten der Menschen zu spielen und sie so zu verunsichern. Um dies zu erreichen, möchten wir auch eine Kindergrundsicherung einführen. 

12. Was wollen Sie für die Menschen in dieser Region erreichen?

Ich möchte, dass das Leben wieder lebenswerter wird. Das es reicht, einen Job zu haben von dem man leben kann und nicht noch ein Nebenjob nötig ist. Gleichzeitig muss sich auch im Wohnungsbau etwas tun, wir brauchen mehr Sozialwohnungen und fairere Mietpreise. Es muss endlich Schluss sein, mit der großen Schere zwischen arm und reich in unserer Gesellschaft.

13. Thema Gesundheit: Welche Maßnahmen müssen in der PFOA-Problematik ergriffen werden, reicht das Maßnahmenpaket der Staatsregierung aus?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in einer Studie darauf hingewiesen, dass die Fokussierung auf PFOS und PFOA nicht ausreicht. Der jetzige Schritt PFOA einfach durch andere Chemikalien ersetzen zu wollen ist klar der falsche Weg. Im Fall PFOA hat man wieder mal viel zu spät gehandelt und genau deshalb brauchen wir dringend eine Diskussion über schädliche Stoffe und deren Verbot.

14. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe? 

Einen Spagat gibt es aus meiner Sicht hier nicht. Eher sehe ich es für sinnvoll an, Betriebe in der Tourismusbranche sowie in der Landwirtschaft nach Geneinwohlkriterien zu fördern.

15. Thema Infrastruktur: Wie wollen Sie den Breitbandausbau in der Region weiter vorantreiben, welche Schritte sind am dringendsten?

Digitalisierung ist unsere Zukunft. An jedem Ort in Bayern muss leistungsstarkes Internet bestehen. Wir brauchen deshalb dringend flächendeckend Glasfaser und 5G Funktechnologie.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegengewirkt werden?

Das ist ein schwieriges Thema, da wir auf der einen Seite ja dringend mehr Wohnraum brauchen, auf der anderen Seite aber auch die Natur. Es ist daher wichtig die Forschung voran zu treiben, die sich mit dem ökologischen Bau beschäftigt. Hier könnten die nordeuropäischen Länder wie Dänemark ein Beispiel sein. Auch müssen mehr „Ausgleiche“ geschaffen werden, das heißt, wenn ich ein Haus baue muss ich auch für entsprechende Grünanlagen sorgen.

17. Thema Wohnen: Wie wollen Sie bezahlbaren Wohnraum schaffen?

Es muss gesetzlich festgelegt werden, wie viel Wohnraum kosten darf. Vor allem in den Großstädten, ganz vorne mit dabei München, können sich die Leute mehr oder weniger Phantasiepreise ausdenken und die Immobilie wird gekauft. Dass dann der Mietpreis entsprechend hoch ist, ist logisch. 

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Ehrenamtliche Arbeit muss geachtet werden und darf nicht gleichgesetzt werden mit bezahlter Arbeit. Wer sich für andere einsetzt, darf nicht zusätzlich durch unzählige Gesetze und Verordnungen belastet werden. 

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden?

Markus Söder betreibt keine Asylpolitik, er will Menschen einsperren. Viele Menschen, aus Ländern, die untereinander Krieg führen, auf engstem Raum. Transitzentren sind keine Lösung. Mut spricht sich ganz klar gegen Abschiebung aus, wir möchten die Fluchtursachen an der Wurzel bekämpfen. Es gibt derzeit zwei Hauptgründe, aus denen die Menschen aus ihrem Heimatland fliehen und sich auf diese gefährliche Reise begeben. 

Krieg oder keine Chance, ein vernünftiges Leben zu führen, da die wirtschaftlichen Bedingungen sehr schlecht sind. Wir stehen unter anderem für einen sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in kriegsführende Länder und für faire Handelsabkommen, die auf sozialen und ökologischen Standards aufbauen. Weiterhin muss jeder Asylantrag im BAMF geprüft werden, hierfür muss das BAMF hinreichend ausgestattet sein, vor allem durch entsprechende Dolmetscher. Deutschland und Bayern brauchen ein Einwanderungsgesetz, das Asylantragsgründe neben den bis dato bestehenden Gründen schafft.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus? 

Ich bin klar für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Es schafft Freiheit in der Wahl nach Interessen und Kenntnisse. In diesem Bereich ist Finnland ein gutes Vorbild für mich. 

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Die Individualität jedes Kindes und jedes*r Jugendlichen stehen für mut im Vordergrund. Alternative Schulformen müssen daher staatlich gefördert, anstatt blockiert werden. Wir brauchen frühkindliche, geeignete Förderung durch pädagogische Betreuung in Kitas.

Auch müssen wir den Lehrerberuf wieder attraktiver machen, mut setzt sich unter anderem dafür ein, dass befristete Arbeitsverträge erst nach den Sommerferien auslaufen dürfen. Fortbildungen müssen obligatorisch werden und das Fortbildungssystem deutlich gestärkt und breiter aufgestellt werden. 

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zum dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Aufgrund meiner Beschäftigung bei der für das Familiengeld zuständigen Stelle, möchte ich mich zu dieser Frage nicht äußern. 

2 3. Thema Versorgung: Was halten Sie von Landespflegegeld?

Die Idee des Landespflegegeld empfinde ich als einen guten Schritt. Die aktuelle Höhe jedoch nicht. Zudem sollten wir die eigentlichen Probleme in der Pflege nicht vergessen. 

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag?

Ganz klar: Ja. Die CSU/CDU zerfleischen sich gegenseitig und liebäugeln mit der AfD als Kooperationspartner. Das kann nicht sein. Wir haben keine Wohnungen, ein fortschreitendes Klimaproblem, Mängel im Bildungssystem und eine „Flüchtlingskrise“. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. 

mut ist eine Programmpartei, wir sind eine junge Partei, aber wir stehen ein für die Dinge, die uns wichtig sind. Es gibt keine zwei Seiten, es gibt nicht das Problem Klimawandel und das Problem „Flüchtlingswelle“ es gibt ein Problem und das heißt: wir leben auf Kosten anderer und müssen jetzt die Verantwortung tragen. 

Wir können nicht Millionengeschäfte mit Waffen- und Rüstungsexporten machen und uns dann wundern, warum Leute aus den Kriegsgebieten fliehen. Deutschland trägt Verantwortung. Die derzeitige Regierung trägt diese Verantwortung nicht. mut ist bereit diese Verantwortung zu tragen. Für die Menschen in Bayern, in Deutschland und im Rest der Welt.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Landtagswahl Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT