Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Traunstein

24 Fragen an Dr. Lothar Seissiger (Freie Wähler)

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Dr. Lothar Seissiger, Direktkandidat der Freien Wähler im Stimmkreis Traunstein hat sich den Fragen von chiemgau24.de gestellt.

Traunstein/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis 130 Traunstein bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Dr. Lothar Seissiger (Freie Wähler).

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Die Antworten auf den Fragebogen von chiemgau24.de

1. Name

 Dr. med. Lothar Seissiger

2. Partei 

Freie Wähler

3. Alter 

69 Jahre 

4. Wohnort 

Siegsdorf 

5. Familienstand

Verheiratet 

6. Kinder 

Vier Kinder 

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Seit 1990 durchgehend Gemeinderat; drei Perioden Fraktionsvorsitzender, seit 1996 durchgehend im Kreistag, seit 2002 Fraktionsvorsitzender der Zweitstärksten Fraktion im Kreis FW/UW.

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Ludwig Erhard, Richard von Weizäcker.

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns? 

Der Chiemgau mit seiner einzigartigen Natur, gleichgültig zu welcher Jahreszeit, die Berge, die Seen, die Traditionen, die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat; es erscheint mir ein Privileg hier leben zu dürfen.

10. Warum sind genau Sie der Richtige?

Ehrlichkeit, Transparenz, Erhalt unserer Lebensgrundlage Mutter Erde, Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und des ÖPNV`s, Verbesserung des Betreuungsangebotes für jung und alt, Erhalt und Ausbau der heimischen Wirtschaft und Ihrer Arbeitsplätze, Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe.

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele? 

Nachwuchsförderung für unsere heimischen Handwerksbetriebe.

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? 

Lebensqualität, Wohlstand, hohe Versorgungsqualität in allen Bereichen.

13. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie? 

Ja, keine.

14. Thema Wohnen: Wie kann gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Vermehrt Ausweisungen von einheimischen Baugrundstücken, Steuerliche Erleichterungen für Grundstücksveräußerer, wenn er Grundstücke für den einheimischen Bedarf zur Verfügung stellt. 

Ankurbelung des Baus von Sozialwohnungen über den Zweckverband Heimat Chiemgau mit 30 Prozent staatlicher Förderung.

1 5. Thema Landwirtschaft und Flächenknappheit: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Extensive landwirtschaftliche Nutzung durch kleinbäuerliche Familienbetriebe erhalten auch EU- und Staatszuschüsse und schonen unsere Umwelt. Diese Betriebe brauchen aber zweites Standbein z.B. im Tourismus.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden?

Nutzung von aufgelassenen landwirtschaftlichen Gebäuden im Außenbereich über die zugelassenen drei Wohneinheiten hinaus. Verdichtetes Bauen im Ortsbereich, Ermöglichung von Dachbodenausbau, auch wenn das Dach dafür gehoben werden müsste.

17. Thema Infrastruktur: Wie kann der Breitbandausbau noch stärker vorangetrieben werden?

Die Anbieter des Breitbandausbaus kommen an Ihre Grenzen, viele der geplanten Maßnahmen in den Kommunen können aus Kapazitätsgründen nicht umgesetzt werden. Im Fördertopf der Staatsregierung liegen noch viele nicht abgerufene Zuschussmittel, da viele Kommunen die Vorarbeiten, die zum Einreichen eines Antrages vorbereitet werden müssten, aus Zeitgründen nicht fertigstellen.

Es wäre falsch und teuer deswegen eine Personalmehrung zu fordern. Solche Aufgaben könnten auch durch Priorisierung deutlich schneller abgearbeitet werden. Zusätzlich hilfreich wäre, wenn die Ministerialbürokratie einfachere und kürzere Antragsformulare generieren würde Die Wichtigkeit einer effizienten Digitalisierung als Standortvorteil ist sicher von den Politikern erkannt, hapern tut die verwaltungstechnische Umsetzung.

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Eindämmen der Regulierungswut unserer Ministerialbürokratie auf ein vernünftiges Maß. Befreiung der gemeinnützigen Vereine von unsinnigen Auflagen. 

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Ankerzentren in denen binnen 48 Stunden über Asylanträge entschieden werden kann, finde ich gut. Dazu kommen sollte, bessere Sicherung der Außengrenzen durch klare Verträge mit den afrikanischen Mittelmeeranrainer, mehr Flexibilität bezüglich gut integrierter, deutsch sprechender und sich in Ausbildung befindlicher abgelehnten Asylanten.

In einem EU-Land registrierte Asylanten sollten nicht weiterreisen dürfen, sollten sie es trotzdem tun, müssen Sanktionen folgen. Natürlich muss dann auch innerhalb der EU die Rücknahmen gewährleistet sein.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus? 

Bedingungsloses Grundeinkommen lehne ich ab, Leistung muss sich lohnen. Es müsste von den Steuern derer bezahlt werden, die schon jetzt die soziale Sicherung, die fast in keinem europäischen Land so dicht gewebt ist wie in Deutschland, bezahlen.

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Es muss die Attraktivität der beruflichen Bildung in Handwerksberufen erhöht werden. Meisterausbildungen sollten genau wie die Hochschulen gebührenfrei sein. Man sollte mehr Wert auf duale Ausbildungswege auch schon in der Schule legen. 

An der Einführung der gebundenen Ganztagesschule führt kein Weg vorbei. Kindergrippen und -gärten sollten gebührenfrei sein, aber wenn gebucht muss dann der Besuch verpflichtend sein.

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden? 

Das Familiengeld wird an alle ausbezahlt, ich würde es auf deutsche Staatsbürger beschränken, eine Verrechnung mit den Hartz IV Sätzen halte ich für zwingend.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Landespflegegeld - ein klares Ja.

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag? 

Die ständige absolute Mehrheit der CSU in Bayern ist weder gut für die Demokratie, noch für die Umsetzung von neuen, vielleicht besseren Ideen. 

Auch muss dem bayerischen Behördenfilz eine Ende gemacht werden. Es kann einfach nicht sein, dass ein Karrieresprung vom Parteibuch mitbestimmt wird.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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