Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Traunstein

24 Fragen an Markus Plenk (AfD)

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Markus Plenk, Direktkandidat der AfD im Stimmkreis Traunstein hat sich den Fragen von chiemgau24.de gestellt.

Traunstein/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Traunstein bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Markus Plenk (AfD).

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Die Antworten auf den Fragebogen von chiemgau24.de

1. Name 

Markus Plenk 

2. Partei 

AfD 

3. Alter 

49 Jahre

4. Wohnort 

Ruhpolding 

5. Familienstand 

Verheiratet 

6. Kinder 

Zwei

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Seit Februar 2018 bin ich Landtagskandidat für den Stimmkreis Traunstein, seit Juli 2018 AfD Bezirksvorsitzender Oberbayern. Zuvor habe ich wie alle anderen AfD Kandidaten auch, meine berufliche Karriere verfolgt. Sogenannte Berufspolitiker findet man bei der AfD nicht. Das ist ein großer Vorteil gegenüber den Altparteien. 

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Georg Eisenberger - „der Hutzenauer“. 

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Ich bin in Traunstein geboren und auf dem elterlichen Bauernhof in Ruhpolding aufgewachsen. Wir haben das Privileg in einer der schönsten und wohlhabendsten Regionen Europas zu wohnen. 

10. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Ich bin Bio-Landwirt und Unternehmensberater mit 20 Jahren internationaler Berufserfahrung.

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

Erhalt unserer bäuerlichen Familienbetriebe, Bürokratieabbau, mehr Investitionen in Bildung 

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? Wohlstand erhalten und Sicherheit wieder herstellen. 

13. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie? 

Ein drohender Verkehrskollaps erfordert den Ausbau der A8, der aber möglichst schonend für Umwelt und Natur erfolgen soll. Ein Ausbau des Schienennetzes und Verlagerung von mehr Verkehr auf die Bahn wäre eine Alternative beziehungsweise flankierende Maßnahme. 

14. Thema Wohnen: Wie kann gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Als Folge der verfehlten Euro-Rettungspolitik beziehungsweise Nullzinspolitik sind die Immobilienpreise und damit verbunden auch die Mieten extrem gestiegen. Um Wohnraum bezahlbarer zu machen, müssten die Immobilienpreise und Mieten fallen und/oder die verfügbaren Nettoeinkommen steigen. Es wird notwendig sein, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite Verbesserungen herbeizuführen. Erstere durch eine stärkere Förderung des Wohnungsbaus, letztere durch spürbare Steuererleichterungen für unsere Bürger, die längst überfällig sind.

15. Thema Landwirtschaft und Flächenknappheit: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Umweltschutz, Tourismus und Landwirtschaft sind keine gegensätzlichen Themen. Gerade in unserer Region, sollten diese Aspekte Hand in Hand gehen. Nachhaltige naturnahe Landwirtschaft muss stärker gefördert werden. Das wirkt sich auch positiv auf die Umwelt und den Tourismus aus. Außerdem werden damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe gestärkt.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden? 

Aus meiner Sicht ist es vor allem wichtig, dass Grundstücksspekulationen mit landwirtschaftlichen Flächen erschwert werden. Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen wie in München bei denen sogar Enteignungen der betroffenen Landwirte im Raum stehen lehne ich ab. Nachverdichtungen sind einer Zersiedelung vorzuziehen.

17. Thema Infrastruktur: Wie kann der Breitbandausbau noch stärker vorangetrieben werden? 

Beim Ausbau der digitalen Infrastruktur haben wir enorme Probleme. Das gilt nicht nur für den Breitbandausbau, sondern auch für das extrem schlechte Mobilfunknetz. Für eine Boomregion wie Oberbayern ist das ein Armutszeugnis. Gerade auf dem Land wird schnelles internet nur mit staatlichen Eingriffen realisierbar sein. 

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Bürokratischer Unsinn, als Resultat der Datenschutzgrundverordnung, muss abgeschafft werden. Die Österreicher machen uns vor wie es geht. Außerdem muss man Ehrenamtliche von gemeinnützigen Vereinen vor Haftungsrisiken schützen. Über einen höheren Steuerfreibetrag für Aufwandsentschädigungen sollte man ebenso nachdenken. 

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Hauptursache der illegalen Migration sind die finanziellen Fehlanreize der Bundesregierung. Statt Geld sollten ausschließlich Sachleistungen gewährt werden. Der Schutz der EU Binnengrenzen würde sich dadurch praktisch erübrigen. Auch würden viele, die tatsächlich keine Kriegsflüchtlinge oder politisch oder religiös Verfolgte sind, freiwillig wieder unser Land verlassen. 

Das würde dem Steuerzahler sehr viel Geld sparen und gleichzeitig die innere Sicherheit verbessern. Ausländische Straftäter, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen, sind unverzüglich abzuschieben. Der Schutz der EU Außengrenzen ist zu gewährleisten! Die von Söder und Seehofer mit großem Getöse angekündigten Maßnahmen werden nach der Wahl im Sande verlaufen. Nur noch wenige glauben den Versprechungen der CSU.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus? 

Über ein bedingungsloses Grundeinkommen kann man nachdenken. Es gibt in unserem Land eine wachsende Alters- und Kinderarmut. Trotz sehr hoher Sozialausgaben des Staates fallen offensichtlich immer mehr durch unser soziales Netz. Ein Grundeinkommen könnte hier Abhilfe schaffen. Die Anreize zur Erwerbstätigkeit dürfen dabei aber nicht wegfallen. 

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Grundsätzlich sollte im Bildungsbereich mehr investiert werden. Die berufliche Bildung ist aufzuwerten. Stichwort „mehr Meister statt Master“. Schulen in freier Trägerschaft sollten von der finanziellen Ausstattung her mit den staatlichen Schulen gleichgestellt werden. 

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden? 

Es ist gut, wenn Familien mit kleinen Kindern stärker finanziell unterstützt werden. Ich finde es mehr als unsäglich, wenn der SPD Bundesarbeitsminister jetzt dagegen vorgehen will. Offensichtlich geht es ihm dabei um Wahlkampftaktik und Ideologie und nicht um das Wohlergehen von jungen Familien in Bayern. 

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Auch das Landespflegegeld sehe ich positiv. Allerdings stellt sich die Frage, warum die CSU erst kurz vor der Landtagswahl auf solche Ideen kommt. 

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag? 

Ein Regierungswechsel ist notwendig und wird auch kommen. Die CSU wird die absolute Mehrheit verlieren. Wer linke Politik mit einer Schwarz-Grünen Koalition verhindern will, muss am 14.10. mit beiden Stimmen AfD wählen!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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