Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Traunstein

24 Fragen an Dr. Walter Buggisch (FDP)

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Dr. Walter Bugggisch, Direktkandidat der FDP im Stimmkreis Traunstein hat sich den Fragen von chiemgau24.de gestellt.

Traunstein/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Traunstein bewerben sich elf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Dr. Walter Buggisch (FDP).

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Die Antworten auf den Fragebogen von chiemgau24.de

1. Name

Dr. Walter Buggisch

2. Partei

FDP

3. Alter

48 Jahre

4. Wohnort

Bergen

5. Familienstand

Verheiratet

6. Kinder

Drei Töchter

7. Wie verlief Ihre politische Karriere?

- Seit Anfang der 90er Jahre Mitglied der FDP.

- Kreisvorsitzender in mehreren Kreisverbänden (Erlangen-Höchstadt, Berchtesgadener Land, Traunstein).

- Landtagskandidat 2008 und 2013.

- Mitglied Kreistag BGL 2007-2008.

- Verschiedene innerparteiliche Funktionen (unter anderem Mitglied im Fachausschuss Innen und Recht und im Bezirksvorstand).

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Menschen, die sich für ihre Überzeugungen eingesetzt haben und ihren eigenen Weg gegangen sind.

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere daran?

Ich lebe seit nunmehr fast 20 Jahren in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein. Natur, Kultur und Menschen in unserer Region haben mich von Anfang an begeistert. Wo sonst kann man schon an einem Tag zuerst eine Bergtour unternehmen, dann einen Stadtbummel in Salzburg und zum Schluss einen Biergarten besuchen (und dort zum Beispiel eines unserer vielen heimischen Biere trinken).

10. Warum sind genau Sie der Richtige?

Ich weiß nicht, ob ich unbedingt "der Richtige" bin. Ich glaube aber, dass ich mit meinen (beruflichen) Erfahrungen etwas zu einer positiven Entwicklung in unserer Region, in Bayern und vielleicht auch in Europa beitragen kann.

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

- Innere Sicherheit in Bayern weiter verbessern: Bayern muss auch weiter das sicherste (Bundes)land Europas bleiben!

- Infrastruktur im ländlichen Raum ausbauen: Insbesondere das schnelle Internet muss endlich überall Realität werden!

- Naturschutz: Unsere wunderbare Landschaft muss auch für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben!

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen?

Die drei oben genannten Themen sind auch aus regionaler Sicht außerordentlich wichtig. Hinzu kommen noch Themen wie Wirtschaftsförderung und die Schaffung von mehr (bezahlbarem) Wohnraum, um die Region auch langfristig lebenswert zu erhalten.

13. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie?

Aufgrund des zunehmenden Verkehrs - den ich als Pendler täglich erleben darf - ist ein entsprechender Ausbau der A8 auf die Dauer wahrscheinlich unvermeidbar. Auch unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit ist die A8 zwischen Grabenstätt und Anger nicht mehr zeitgemäß (schlecht einsehbare Kurven, fehlender Standstreifen). Zusätzlich sollte aber der Schienenverkehr ausgebaut werden. So ist zum Beispiel mit der S-Bahn-Verbindung Salzburg-Freilassing schon eine deutliche Verbesserung für den ÖPNV eingetreten.

14. Thema Wohnen: Wie wollen Sie bezahlbaren Wohnraum schaffen?

Wir brauchen eine neue Wohnungspolitik: Genehmigungsverfahren müssen beschleunigt, die Nachverdichtung muss vereinfacht, mehr Baulücken müssen erschlossen werden. Auch ist nicht einzusehen, warum in neu entstehenden Gewerbegebieten nicht auch eine Wohnbebauung integriert werden kann. 

Die FDP will es den Menschen zudem leichter machen, in den eigenen vier Wänden zu leben, indem wir die Kaufnebenkosten senken. Dazu soll in Bayern für die erste, selbstgenutzte Immobilie die Grunderwerbsteuer abschafft werden.

15. Thema Flächenknappheit: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Spagat? Ich denke, dass diese Themen eigentlich gut vereinbar sind, da eine intakte Natur sowohl für den Tourismus als auch für die Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. Hier gibt es bereis viele gute Ansätze - man denke nur an das Ökömodell Achental und die Bio-Linie der Milchwerke Berchtesgadener Land, die beide nachhaltige und ökölogische Ansätze verfolgen.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden?

Man muss sich zum Beispiel bei jedem (Bau)Projekt die Frage stellen, ob nicht Lücken in bestehenden Baugebieten genutzt werden können und ob nicht flächenschonender - zum Beispiel mehrstöckig - gebaut werden kann. Beim Neubau von Straßen muss immer auch geprüft werden, ob dafür nicht an anderer Stelle kaum genutzte Verkehrsverbindungen zurückgebaut werden können.

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

s.o. Frage 15.

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern?

Gesetzliche Bestimmungen müssen in allen Bereichen auf den Prüfstand gestellt werden. Bürokratische Anforderungen dürfen nicht überhand nehmen, so dass ehrenamtlich wirkende Vereinsvorstände nicht restlos überfordert und damit unzumutbaren Haftungsrisiken ausgesetzt werden dürfen. Zudem wäre daran zu denken, eine Beratungsmöglichkeit für gemeinnützige Vereine auf lokaler Ebene zu schaffen.

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden?

Zunächst einmal durch eine konsequente Anwendung der bestehenden Rechtslage und die Abschiebung von (mehrfach) straffällig gewordenen Personen. Außerdem brauchen wir in Deutschland unbedingt endlich ein Zuwanderungsgesetz, damit es alternative Möglichkeiten zur Immigration nach Deutschland ohne Umweg über das Asylverfahren gibt. Für Personen mit positiver Zukunfstprognosse (zum Beispiel Ausbildungsvertrag, Schulabschluss, etc..) gäbe es dann eine legale Möglichkeit, in Deutschland zu bleiben.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus?

Nein! In einem starken Arbeitsmarkt wie in Bayern findet jeder Arbeit. In einem Land mit allgemeinem Fachkräftemangel brauchen wird mehr qualifizierte Berufstätige. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre da das völlig falsche Signal.

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken?

Das ist ein weites Feld, das sich nicht in Kürze hier abhandeln lässt. Insbesondere im Bereich der frühkindlichen Bildung in Kindergarten und Grundschule besteht sicherlich noch Nachholbedarf. Doch muss nicht nur die Qualifizierung und Fortbildung der Lehrer ständig weiter verbessert werden. Natürlich ist ein guter Lehrer der wichtigste Faktor für den Lernerfolg der Schüler, doch sollte auch kritisch hinterfragt werden, welche gesamtgesellschaftlichen Bildungsaufgaben von den Lehrkräften im regulären Unterricht überhaupt umzusetzen sind.

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Die bayerische FDP lehnt das Familiengeld in seiner derzeitigen Form grundsätzlich ab.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld?

Wir müssen zur Verbesserung der Pflege viele Lösungsansätze verfolgen. Vor allem muss die Qualität der Pflege im häuslichen und außerhäuslichen Bereich weiter verbessert werden. Dazu muss in Zukunft sicher noch mehr Geld in eine gute Pflege investiert werden.

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag?

Eine absolute Mehrheit führt auf die Dauer vor allem zu Selbstherrlichkeit und Ignoranz. Ziel der FDP ist daher zum einen natürlich der Einzug in den Bayerischen Landtag, zum anderen eine Regierungsbeteiligung, da wir nur so unsere Vorstellungen für ein besseres Bayern umsetzen können.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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