Aus dem Wahlkreis Rosenheim-West

Spannende Wahl-Fakten: Hochburgen, Wahlbeteiligung und Mini-Parteien

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Landkreis Rosenheim - Wo liegen die Hochburgen der Landtagsparteien und wo schnitten die Kleinsten am besten ab? Wo war die Wahlbeteiligung am niedrigsten? Wer musste sich mit extrem wenig Stimmen zufrieden geben? Wir haben alle Details aus dem Wahlkreis Rosenheim-West zur Landtagswahl 2018.

Die Bayern haben am Sonntag einen neuen Landtag gewählt. Mit enorm großer Wahlbeteiligung steht die Zusammensetzung des Parlaments nun fest: Die CSU bekommt 85 Sitze, Die Grünen 38, die Freien Wähler 27, die AfD 22, die SPD 22 und die FDP 11.


Die Hochburgen und Schwachstellen der Bundestagsparteien in der Region

CSU: in Schechen am stärksten  

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Im Stimmkreis Rosenheim-West war die CSU in der Gemeinde Schechen stärkste Partei. Sie holte 47,99 Prozent der Zweitstimmen ein. Gefolgt von Babensham (47,48 Prozent Zweitstimmen) und Albaching (46,71 Prozent Zweitstimmen). In den drei Städten des Stimmkreises Rosenheim-West Bad Aibling, Wasserburg und Kolbermoor hatte es die Partei dagegen schwerer. Das schlechteste Ergebnis fuhr die CSU in Wasserburg ein. Hier erlangte sie nur 30,64 Prozent der Zweitstimmen.


SPD: in den Städten vorne

Bei der SPD ist es genau anders herum, sie holt in Wasserburg mit 10,40 Prozent der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis ein. Gefolgt von Kiefersfelden, der südlichsten Gemeinde im Stimmkreis. Hier bekam sie 8,86 Prozent. Am drittstärksten war die SPD in der Stadt Kolbermoor mit 7,42 Prozent. Am schlechtesten schnitten die Sozialdemokraten in Tuntenhausen mit 4,43 Prozent ab.

Grüne: bestes Ergebnis in Wasserburg

Auch die Grünen fuhren in Wasserburg mit 24,34 Prozent der Zweitstimmen das beste Ergebnis ein, gefolgt vom Mark Neubeuern (21,54 Prozent) und Brannenburg (20,23 Prozent).

AfD: In Kolbermoor vorne

Die Alternative für Deutschland bekam in Kolbermoor mit 14,15 Prozent der Zweitstimmen die meisten Stimmen im Stimmkreis Rosenheim-West. In Ramerberg kommt man beispielsweise auf 13,48 Prozent und im Markt Bruckmühl auf 11,62 Prozent. Die wenigsten Zweitstimmen bekam die AfD im Markt Neubeuern (7,33 Prozent der Zweitstimmen).

Freie Wähler: Im Süden stark

Die Freien Wähler holten in Flintsbach am Inn mit 12,07 Prozent der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis ein. In Oberaudorf und Pfaffing lagen sie auch über 11 Prozent.

FDP: In Pfaffing hinten

Die besten Ergebnisse im Stimmkreis Rosenheim-West holt die FDP in Rott am Inn (5,70 Prozent der Zweitstimmen) und in Oberaudorf (5,55 Prozent) und Brannenburg (5,54 Prozent. Die wenigsten Zweitstimmen bekam die Partei in der Gemeinde Pfaffing (2,76 Prozent).

Die Linke: Hochburg in Wasserburg

Wie auch schon bei der Bundestagswahl war die Linke in Wasserburg am stärksten. Sie holte dort 5,26 Prozent der Zweitstimmen ein. Auch in unmittelbarer Umgebung gab es in Soyen und Edling im Vergleich zum Rest des Stimmkreises Rosenheim-West mehr Stimmen für die Partei.

Bayernpartei: Fünf Prozent Hürde in Großkaro geknackt

Die Bayernpartei holte im Stimmkreis ihr bestes Zweitstimmenergebnis in der Gemeinde Großkarolinenfeld ein. Hier knackte die Partei sogar die fünf Prozent Hürde und brachte es auf 5,83 Prozent.

Die Kleinen Parteien:

Drei Parteien liegen im Wahlkreis Rosenheim-West abgeschlagen auf den letzten Plätzen: Die Liberal-Konservativen Reformer (LKR), Die Humanisten und die Partei Gesundheisforschung. Keine Partei schaffte es über 0,3 Prozent. Die LKR bekam insgesamt nur 38 Stimmen. Die Humanisten 97 und die Gesundheitsforschung immerhin 105 Stimmen.

Wahlenthaltung und ungültige Stimmen:

Die mit Abstand höchste Wahlbeteiligung gab es in der Gemeinde Tuntenhausen. Hier gingen 87,2 Prozent der Bürger zur Wahlurne. Die schlechteste Wahlbeteiligung im Stimmkreis hatte die Stadt Kolbermoor mit 70,2 Prozent. Zum Vergleich: Die Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis lag bei 75,48 Prozent

Quelle: rosenheim24.de

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