Von der Leyen verteidigt Feminismus

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen

Berlin - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den Feminismus in der aktuellen Debatte gegen Kritik verteidigt. Auch die Frage, ob sie selbst eine Feministin sei, hat sie beantwortet.

Die Ministerin und designierte CDU-Vize sagte “Bild am Sonntag“: “Die Frauenbewegung hat den Frauen und dem Land genutzt. Als ich geboren wurde, durfte eine Frau kein eigenes Konto haben. Ein Mann konnte ohne ihr Einverständnis ihren Job kündigen. Als ich Abitur machte, waren Frauenmannschaften beim DFB noch verboten.“ Mittlerweile seien die Verhältnisse andere, sagte von der Leyen: “Heute bereiten sich meine Töchter auf ihren eigenen Beruf vor und werden verlangen, genauso viel zu verdienen wie ein Mann im selben Job. Gut so!“

Auf die Frage, ob sie selber eine Feministin sei, antwortete die Ministerin: “Alle, die mich kennen, wissen, dass ich mich schon immer mit großer Verve für Fraueninteressen eingesetzt habe.“ Auf dem Montag beginnenden CDU-Parteitag in Karlsruhe will von der Leyen zur stellvertretenden Parteivorsitzenden der CDU gewählt werden.

Mehrheit traut von der Leyen Merkel-Nachfolge zu

Die Mehrheit der Deutschen hält unterdessen von den neuen stellvertretenden CDU-Vorsitzenden am ehesten Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen für geeignet, Angela Merkel eines Tages als Parteichefin zu ersetzen. Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag von “Bild am Sonntag“ trauen 35 Prozent aller Befragten und 48 Prozent der Unions-Wähler von der Leyen die Merkel-Nachfolge zu. Auf Platz zwei folgt mit 23 Prozent (40 Prozent bei Unions-Anhängern) der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende, Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Zehn Prozent der Bundesbürger und sieben Prozent aus den eigenen Reihen halten Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier für geeignet. Bundesbildungsministerin Annette Schavan kommt auf sieben beziehungsweise neun Prozent. Emnid befragte am vergangenen Donnerstag insgesamt 500 Personen.

dapd

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