Linke-Schatzmeister schwärzt eigene Partei an

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sturm im Wasserglas oder Schnapsidee? Die Bayern-Linke hat Ärger aus den eigenen Reihen.

München - Der hochumstrittene Schatzmeister der Linken im Freistaat, Ulrich Voß, erhebt schwere Vorwürfe gegen seine eigene Landespartei.

Lesen Sie auch:

Linkspartei weiter unter Beobachtung

Die soll nämlich laut dem Nachrichtenmagazin “Focus“ den Rechenschaftsbericht von 2009 gefälscht haben. Voß liste in einem Schreiben an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) auf, dass in der Partei Geldströme verschleiert und dubiose Darlehen verrechnet worden seien. Zudem sei das Papier ohne sein Wissen von seiner Vorgängerin unterzeichnet worden.

Laut “Focus“ wirft Voß der Landespartei vor, damit gegen das Parteiengesetz verstoßen zu haben. Sollte der Bericht fehlerhaft sein, könnte Lammert empfindliche Strafen gegen die Partei insgesamt verhängen.

Der Sprecher der bayerischen Linken, Xaver Merk, sagte am Samstag, er könne sich nicht vorstellen, dass es in dem Bericht Fehler oder gar Fälschungen gebe. Das Papier sei vor der Abgabe an die Parteizentrale in Berlin von externen Fachleuten geprüft worden, ohne dass es Beanstandungen gegeben habe.

Ärger hat die Linke mit Voß seit längerem. Unter anderem hatte der Schatzmeister wegen angeblich geschönter Mitgliederzahlen schwere Vorwürfe gegen den Bundesparteivorsitzenden Klaus Ernsterhoben und dessen Rückzug gefordert. Die Linke im Bund hatte Voß bereits vor Monaten den Rücktritt nahe gelegt, was dieser aber ablehnt.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser