Merkel: Geschichte verbietet rot-rote Koalition

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Angela Merkel

Erfurt - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die SPD aufgefordert, sich an ihre Rolle bei der deutschen Vereinigung zu erinnern.

Dann verbiete sich eine Koalition mit der Linken, sagte Merkel am Freitag auf dem Willy-Brandt-Platz in Erfurt. Dort beendete die Thüringer CDU vor etwa 4000 Besuchern ihren Wahlkampf zur Landtagswahl an diesem Sonntag. Merkel erinnerte daran, dass SPD-Bundeskanzler Brandt 1970 im Erfurter Hof mit dem DDR- Ministerpräsidenten Willi Stoph die deutsch-deutsche Annäherung eingeleitet hatte. “Dass die SPD jetzt hier in Thüringen so mir nichts, dir nichts um der Macht willen mit der Linken zusammenarbeiten will, das kann ich nicht verstehen.“

Die Linke sei nie an der deutschen Vereinigung interessiert gewesen, sagte Merkel. Oskar Lafontaine habe damals noch als SPD-Chef nur auf die Kosten der Vereinigung verwiesen. “Er hatte nie ein Herz für die Einheit“, sagte Merkel. Auch der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) appellierte an die SPD und die Wähler, sich daran zu erinnern, “von welchem Erbe wir leben“. Vor 20 Jahren habe das Volk sich von der SED befreit. Es könne nicht sein, dass jetzt die SED-Nachfolgepartei nach der Macht greife. Laut Umfragen könnte ein Dreierbündnis von Linke, SPD und Grünen eine Mehrheit erhalten.

dpa

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