Autobombe

Schwere Explosion im Mogadischu: Mindestens 73 Tote

Die Bewohner der Hauptstadt Somalias werden am Morgen von einer schweren Explosion erschüttert. An einem belebten Kontrollposten explodiert ein Fahrzeug.

  • Eine Explosion erschütterte am Samstag die somalische Hauptstadt Mogadischu.
  • An einem belebten Kontrollpunkt ging eine Autobombe hoch.
  • Dabei sind mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen.

Update, 10.22 Uhr: Nach dem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist die Zahl der Toten auf mindestens 73 gestiegen. Das sagte der Leiter des Medina-Hospitals, Mohamed Yusuf, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. In seine Einrichtung seien bisher zudem 54 Verwundete gebracht worden.

Autobombe in Mogadischu explodiert - mindestens 18 Tote

Erstmeldung: Bei einem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag laut Polizeiangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamed Filish wurden weitere 90 Menschen - darunter auch mehrere Studenten - zum Teil schwer verletzt. Die Opferbilanz ist noch vorläufig und könnte sich schnell erhöhen.

„Bisher haben wir 18 Tote bestätigt“, erklärte Polizeisprecher Ali Hassan Kulmiye der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Toten seien fünf Polizisten. Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem nach ersten Erkenntnissen ein offensichtlich mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in die Luft flog.

Explosion in Mogadischu: Auch zwei Schulbusse schwer beschädigt

Nach Angaben eines anderen Polizeisprechers wurden durch die schwere Explosion am frühen Morgen auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von aufgerissenen Karosserien. Unter den Toten befinden sich nach unbestätigten Berichten auch mehrere türkische Staatsbürger.

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte. „Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete.“ Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die terroristische Al Shabaab vermutet.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die sunnitischen Fundamentalisten beherrschen große Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge. Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung.

Auch im österreichischen Linz gab es vor Kurzem eine heftige Explosion.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Abdirahman Mohamed

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