Montenegro wird Beitrittskandidat der EU

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Eine junge Frau mit der Flagge Montenegros.

Brüssel - Montenegro wird offizieller Kandidat für einen Beitritt zur Europäischen Union. Dies werden die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag in Brüssel beschließen.

Das seit 2006 unabhängige Montenegro, das zuvor Teil Jugoslawiens war und anschließend zu Serbien gehörte, ist neben Kroatien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien der dritte Balkanstaat, der offiziell den Kandidatenstatus bekommt. Ein entsprechender Beschluss des EU-Gipfels ist in einer Erklärung enthalten, deren Entwurf der dpa vorliegt.

Andere offizielle Beitrittskandidaten sind die Türkei und Island. Die Tatsache, dass ein Land Beitrittskandidat wird, bedeutet noch keinen raschen Beginn von Beitrittsverhandlungen. Mazedonien erhielt bereits 2005 den Kandidatenstatus, doch gibt es wegen des Streits mit Griechenland um den Staatsnamen bisher noch keinen Termin für den Beginn von Verhandlungen. Kroatien hingegen wird vermutlich im kommenden Jahr die Beitrittsverhandlungen abschließen.

Andere Balkanstaaten wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und das Kosovo wollen ebenfalls der EU beitreten, sind aber bisher lediglich “potenzielle Beitrittskandidaten“. Sie sind noch unterschiedlich weit von Beitrittsverhandlungen entfernt.

dpa

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