Mubarak nach Deutschland? Polizeigewerkschaft warnt 

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Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing im September 2010 im Bundeskanzleramt in Berlin den ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak. Jetzt wird spekuliert, ob der Ägyptische Präsident angesichts der Proteste gegen ihn nach Deutschland ausreisen wird.

Berlin - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) warnt davor, den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak nach Deutschland ausreisen zu lassen. Befürchtet wird, dass dies enormen Aufwand für die Sicherheit nach sich ziehe. 

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“Das wäre eine echte Hiobsbotschaft für die Polizei, die nicht nur für die Schutzmaßnahmen zu sorgen hätte, sondern mit umfangreichen Protesten rechnen müsste“, sagte Verbandschef Rainer Wendt “Handelsblatt Online“. Wendt reagierte damit auf Überlegungen mehrerer deutscher Politiker, dem ägyptischen Präsidenten eine Ausreise nach Deutschland zu ermöglichen, sofern sich der 82-Jährige einer medizinischen Untersuchung unterziehen müsse.

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Wieder einmal zeige sich, dass es nahezu “keine Reserven“ gebe und sich die Polizei bei zusätzlichen Aufgaben überlegen müsse, welche anderen Verpflichtungen entbehrlich seien, kritisierte Wendt. Zwangsläufig komme es dann immer mehr zu Einschränkungen beim täglichen Dienst. Die Menschen vermissten die Polizei im Streifendienst und müssten immer länger auf Einsatzkräfte warten, etwa nach einem Verkehrsunfall oder einem Wohnungseinbruch.

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Außenminister Guido Westerwelle (FDP) lehnte es erneut ab, sich an Spekulationen über einen möglichen Aufenthalt Mubaraks in Deutschland zu beteiligen. Es lägen nach wie vor keine offiziellen oder inoffiziellen Anfragen vor, sagte Westerwelle am Dienstag im RBB-Inforadio.

dapd

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