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US-Wahlkampf-Endspurt beginnt

Nach TV-Duellen: Rennen ums Weiße Haus offen

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Nach dem Debatten-Finale beginnt nun der Wahlkampf-Endspurt. Obama (rechts) und Romney müssen alles versuchen, um die noch unentschlossenen Wähler zu überzeugen.

Boca Raton - Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Trotz eines Punktsiegs für Präsident Obama im letzten TV-Duell mit Herausforderer Romney dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden.

Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. 

Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. Über weite Strecken waren kaum Unterschiede zwischen den in Umfragen gleichauf liegenden Kandidaten erkennbar.

Nach einem lethargischen ersten Auftritt zeigte sich Obama wie schon in der zweiten Debatte überaus angriffslustig. Romney dagegen milderte mehrfach frühere Positionen ab und gab sich staatsmännisch. Wiederholt sagte er: „Sie haben Recht, Herr Präsident.“

Nach dem Debatten-Finale beginnt nun der Wahlkampf-Endspurt. Obama und Romney müssen alles versuchen, um die noch unentschlossenen Wähler zu überzeugen. Nach Schätzungen könnte es letztlich auf 900.000 Stimmen in den sogenannten Swing States ankommen. Das sind besonders heiß umkämpfte Bundesstaaten wie etwa Ohio und Florida.

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
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Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd
Das Rennen um das Weiße Haus bleibt offen: Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl punktete Amtsinhaber Barack Obama erneut im Fernsehduell mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Dennoch schlug sich Romney auch in der dritten und letzten TV-Debatte in Boca Raton (Florida) achtbar. © dapd

Obama ging in dem letzten Fernsehduell von Anfang an in die Offensive und spielte seine Erfahrung auf dem außenpolitischen Parkett aus. „Jedes Mal, wenn Sie Ihre Meinung sagen, liegen Sie falsch“, warf er Romney vor. „Angriffe auf mich sind kein Programm“, konterte der Republikaner.

Wie bei der zweiten Debatte sahen auch diesmal die meisten Wähler Obama vorn. In einer nicht repräsentativen Umfrage des TV-Senders CNN unmittelbar nach dem Duell meinten 48 Prozent, der Amtsinhaber habe die Redeschlacht gewonnen. Lediglich 40 Prozent sahen Romney vorn. Nach einer CBS-Umfrage entschied Obama das Duell sogar mit 53 zu 23 Prozent für sich. Befragt wurden jeweils wenige hundert Wahlberechtigte. Im ersten Rededuell hatte Romney deutlich die Nase vorn gehabt.

Der Ex-Gouverneur erneuerte in der Debatte seine Kritik, Obama habe durch außenpolitische Schwäche der US-Führungsrolle in der Welt geschadet. „Unglücklicherweise ist Amerikas Einfluss nirgendwo auf der Welt größer als er vor vier Jahren war.“ Im Gegenteil sei er zurückgegangen.

Obamas Gegner: Republikaner und die "Tea Party"

Obamas Gegner: Republikaner und die "Tea Party"

Die Republikanische Partei ist eine konservative Partei, die aber bereits seit langem von verschiedenen, teils kontroversen Strömungen geprägt wird. Das Foto zeigt eine Anhängerin auf dem Parteitag 2008. © dpa
Diesmal ist es die “Tea Party-Movement“, die die Partei umtreibt. © dpa
Galionsfigur der rechts-populistischen Bewegung ist Sarah Palin, die unterlegene Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten vor zwei Jahren. © dpa
Hauptanliegen der neuen Strömung, die offiziell nicht der Partei angehört, ist der Kampf gegen den nach ihrer Meinung in alles einmischenden großen Staat (“big government“) und gegen höhere Steuern. © dpa
Geeint wird die Bewegung vor allem durch die Abneigung gegen Präsident Barack Obama, dem einige gar vorhalten, er wolle die USA in den Sozialismus führen. © dpa
Die Kandidaten der Bewegung machen häufig durch schrille und emotionale Äußerungen Schlagzeilen. © dpa
Sie fordern die Rückbesinnung auf traditionelle “amerikanische Werte“ und kritisieren etwa auch die steigenden Staatsausgaben der Bush-Ära. © dpa
Bei den Vorwahlen setzten sich eine Reihe radikaler und weitgehend unbekannter “Tea Party-Kandidaten“ gegen “gestandene“ Abgeordnete und Senatoren durch - selbst auf die Gefahr hin, dass dadurch die Wahlchancen der Demokraten steigen. Beispiel: Christine O’Donnell (Foto). © dpa
O’Donnell (Foto) will den Senatssitz für Delaware. Ihre Gegner werfen ihr frühere Aussagen über Hexerei (damit habe sie einmal expeimentiert) und Selbstbefriedigung (bezeichnete sie als Sünde) vor. Doch diese Angriffe steigerten O'Donnells Bekanntheit nur. © dpa
Die Folge sind Spannungen in der Partei, die derzeit noch unter den Teppich gekehrt werden. Beobachter sprechen aber bereits von einem Rechtsruck in der Partei. © dpa
Die Republikanische Partei wurde 1854 von Gegnern der Sklaverei gegründet. Schon sechs Jahre später zog ihr Kandidat Abraham Lincoln ins Weiße Haus ein. © dpa
Mit Lincoln, der während des Bürgerkriegs regierte, begann eine Glanzzeit der Partei. Das Bild zeigt dessen Statue am "Lincoln Memorial" in Washington. © dpa
Die bekanntesten republikanische Präsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg: Dwight D. Eisenhower, Richard M. Nixon, Ronald Reagan (Foto: Mitte) sowie Vater und Sohn Bush. © dpa
Symbol der Republikaner ist der Elefant, der für sie Stärke und Intelligenz verkörpert. © dpa

Aber insgesamt stimmten die Kandidaten „inhaltlich mehr überein, als dass sie sich unterschieden“, schrieb etwa die „Washington Post“. So lehnten beide eine militärische Intervention der USA in Syrien ab. Romney nannte bessere Bildung, finanzielle Hilfen, Gleichberechtigung der Geschlechter und Rechtsstaatlichkeit als Rezept gegen Extremismus in den arabischen Umbruchstaaten. „Wir können uns nicht den Weg aus diesem Schlamassel freischießen“, sagte Romney.

Beide Kandidaten erklärten, dass sie Israel im Fall eines iranischen Angriffs unterstützen und entschieden gegen chinesische Handelsverstöße vorgehen wollten. Beide versprachen auch, dass die US-Truppen in Afghanistan bis Ende 2014 das Land verlassen würden, ohne Verhandlungen über ein verbleibendes Kontingent zu erwähnen.

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Weniger als drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA liegen Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney in einer neuen Umfrage nahezu gleichauf. Deshalb wird den beiden Konkurrenten beim Händeschüttel-Marathon noch einmal alles abverlangt. © dapd/dpa
Auch wenn das mitunter unangehm werden kann - gegenüber den potenziellen Wählern sollte man sich das nie, nie, nie anmerken lassen. © dapd/dpa
Mitt Romney ist ein Mann mit vielen Eigenschaften. Seine Schwachstellen liegen aber eindeutig im sozialen Bereich. Der 65-Jährige gilt im menschlichen Umgang als spröde. Angeblich kann er nicht gut mit "einfachen Menschen" umgehen. Beim Händeschütteln sitzt sein Pokerface-Lächeln aber schon perfekt. © dapd/dpa
Gelästert wird erst, wenn man in der vor neugierigen Ohren geschützten Limousine sitzt. Da darf der 200-Millionen-Dollar schwere Multimillionär ungehemmt über das gemeine Volk auslassen. © dapd/dpa
Die Herzen der Menschen - das weiß auch Romney - gewinnt man am besten mit Kindern. Und: Wer die Kleinen zum Lachen bringt, muss zumindest für den Moment nicht über Inhalte und Fakten sprechen. © dapd/dpa
Doch Barack Obama steht dem Präsidentschaftskandidaten in Sachen Kindern in nichts nach. Auch er kann gut mit den Kleinen. © dapd/dpa
Außerdem weiß er sich mit Fotos wie diesem gekonnt in Szene zu setzen. Um auch seine Rolle als liebender Familienvater ins rechte Licht zu rücken, hat Barack Obama durch den Foto-Account seiner Frau Michelle rührende Bilder von seinem privaten Glück verbreiten lassen. © dapd/dpa
Überhaupt ist die Rolle der Frauen im US-Wahlkampf nicht zu unterschätzen. Michelle Obama und Ann Romney sind für ihre Männer im Kampf um den Posten als "mächtigster Mann der Welt" unverzichtbar. © dapd/dpa
Michelle Robinson Obamas Weg zur First Lady begann in einfachen Verhältnissen in der South Side Chicagos, einem armen Schwarzenviertel. Ihre Mutter war Sekretärin, ihr Vater arbeitete bei den Wasserwerken. Michelle arbeitete sich hoch und studierte an den Eliteuniversitäten Princeton und Harvard. Mit ihrem Mann Barack hat sie schon viel durchgestanden und davon auch öffentlich berichtet. © dapd/dpa
Die beiden werden nicht müde, der Welt ihre Liebe zu zeigen und ihre vermeintlich perfekte Ehe zur Schau zu stellen. Sie geben aber auch freimütig zu, schon bei der Eheberatung gewesen zu sein. Doch die Stärken der beiden Politikerfrauen sind zugleich auch ihre Schwächen: Sie sprechen offener als ihre Männer - manchmal ein politischer Nachteil. © dapd/dpa
Ann Romney gibt sich zum Beispiel die größte Mühe, die Amerikaner wissen zu lassen, dass es auch Reiche nicht immer leicht im Leben haben. © dpa/dapd
Damit verstärkt sie manchmal den abgehobenen Eindruck des republikanischen Kandidaten. „Ich betrachte mich eigentlich nicht als wohlhabend“, ließ sie kürzlich verlauten. Angesichts ihres privaten Vermögens ist das für viele, zum Teil hochverschuldete Amerikaner wie ein Schlag ins Gesicht. © dpa/dapd
Es hilft nichts: Letzten Endes müssen im Wahlkampf die Kandidaten selbst die Ärmel hochkrempeln. Denn schließlich geht es ja doch um Inhalte, Reformen, Gesetze und Fakten. Außerdem müssen Wahlversprechen überzeugend vorgetragen werden. © dapd/dpa
Das kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Vor allem, weil US-Medien in ihrer Berichterstattung über den Wahlkampf ein so negatives Bild von den beiden wichtigsten Kandidaten wie selten zuvor zeichnen. © dapd/dpa
71 Prozent der Geschichten, mit denen der Romney Schlagzeilen macht, sind negativ gewesen. Dabei sorgt er nicht allein für die unvorteilhafte Publicity. Auch sein Parteikollege Todd Akin steuert seinen Teil dazu bei. Mit der Aussage, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen eh selten seien, löste er eine tagelange Abtreibungsdebatte im ganzen Land aus. © dapd/dpa
Doch Mitt Romney kämpft nicht allein. Er hat sich den smarten Paul Ryan als Vizekandidaten ins Boot geholt. Der 42-Jährige, Vater von drei Kindern und Katholik, fiel schon früh durch eisernen Ehrgeiz und Durchsetzungswillen auf. Mit diesen Eigenschaften brachte er es bis ins US-Abgeordnetenhaus. © dapd/dpa
Im Gegensatz zu Romney gilt Ryan als überaus charmant. Der Mann aus Wisconsin kann gut mit Menschen umgehen und bügelt dadurch die Schwächen seines Chefs aus. Dem kompetent wirkenden, erfolgreichen und gutaussehenden Politiker würde man fast alles abkaufen. © dapd/dpa
Doch auch er weiß nicht immer, was Wähler wirklich wollen. Die niederländische Zeitung "de Volkskrant" schreibt: „Ryans Ideen vom Abbau des Versorgungsstaates erfüllen nicht nur unabhängige Wähler, sondern auch manche Republikaner mit Argwohn. (...) Ein Wahlkampf mit Ryan birgt für Romney zugleich die Gefahr, eine seiner wichtigsten Waffen zu verlieren: Sein Argument, dass es bei der Wahl vor allem um Arbeitsplätze geht und dass Obama an seinem Beitrag zu deren Schaffung gemessen werden muss." © dapd/dpa
Doch auch Obama kann in diesem Wahlkampf seine Wähler nur schwer erreichen. Vor vier Jahren wurde er als Menschenfischer und begnadeter Rhetoriker gefeiert. Derzeit vermag er es nicht einmal, sein Publikum richtig in Schwung zu bringen. Brav spult er seine Reden ab, 20 bis 25 Minuten dauern die Auftritte im Schnitt, dann noch eine Viertelstunde Händeschütteln. Doch was fehlt, ist die Begeisterung. © dapd/dpa
Rund 100 Tage vor der Abstimmung dümpelte das Rennen ums Weiße Haus dröge und freudlos vor sich hin. Und es schien, als seien die Argumente jetzt schon schal geworden. Ohne Ideen, ohne Visionen, ohne hochfliegende Pläne präsentieren sich die Kandidaten. Nur die Gesten sind immer noch großspurig. © dapd/dpa
Da hilft alles nichts. Augen zu und durch, Mr President! © dapd/dpa
Zur Not einfach das "Krisen-Gesicht" aufsetzen und den Bürgern erzählen, warum Amerika unter der Führung der Konkurrenz im Chaos versinkt. Erstmals setzt Obama massiv auf Negativ-Werbung. Landauf, landab erzählt er den Menschen, Romney sei bekanntlich ein Multimillionär, der Geld in der Steueroase Cayman-Inseln geparkt habe und die Steuern für Reiche senken wolle. © dapd/dpa
Mitt Romney lässt sich das jedoch nicht gefallen. Er warf Obama öffentlich vor, eine auf „Spaltung, Angriff und Hass“ ausgerichtete Kampagne zu führen. Der Präsident würde wohl alles tun, um an der Macht zu bleiben, mutmaßte Romney in einem Interview. Auch er beherrscht die "bedeutende Miene" für schlechte Nachrichten bereits perfekt. © dapd/dpa
Die US-Wirtschaft steckt auch drei Jahre nach der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit in der Klemme. Trotz staatlicher Spritzen in Milliardenhöhe springt die Konjunktur nicht richtig an und die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. All das könnte Präsident Barack Obama bei der Wahl im November seinen Job kosten. © dapd/dpa
Die Unzufriedenheit mancher Bürger mit seiner Politik bekommt Barack Obama bei öffentlichen Auftritten auch mal direkt ins Gesicht geschrieen. © dapd/dpa
Mitt Romney musste sich noch nicht an der Spitze des Staates beweisen. Ihm reichen derzeit Wahlversprechen. Und seine Pläne für Amerika sind groß: Er will den Führungsanspruch der USA in der Welt erneuern. „Dieses Jahrhundert muss ein amerikanisches Jahrhundert sein“, sagte Obamas Herausforderer in einer Grundsatzrede im Juli. © dpa/dapd
Doch auch der Republikaner muss sich während seiner Wahlkampfveranstaltungen böse Zwischenrufe aufgebrachter Amerikaner gefallen lassen. © dpa/dapd
Präsident der USA ist ein einsamer Job. Mitt Romney bekommt das auf seiner Tour durchs Land immer wieder zu spüren. Haben will er den Posten dennoch. Schließlich kann sich nicht jeder als "mächtigster Mann der Welt" bezeichnen. © dpa/dapd
Wie der Wahlkampf letzten Endes ausgeht, ist auch Ende des Sommers noch völlig offen. Weniger als drei Monate vor der Präsidentschaftswahl liegen Obama und Romney in einer neuen Umfrage nahezu gleichauf. Eine größere Kluft zeigte sich hingegen bei der Frage nach dem erwarteten Wahlausgang. Hier erklärten 58 Prozent der Befragten, sie rechneten mit einer Wiederwahl Obamas. Von einem Sieg Romneys gingen dagegen nur 32 Prozent aus. © dapd/dpa

Beim Thema Iran beharrte Romney darauf, dass Obamas Politik gegenüber Teheran kein Erfolg gewesen sei. „Der Iran ist jetzt näher an Atomwaffen als vor vier Jahren“, warf er dem Präsidenten vor. Er wolle die iranische Führung wegen Anstiftung zum Völkermord vor Gericht bringen, kündigte Romney an. Wie Obama plädierte der Republikaner aber für starke Sanktionen, ein Militärschlag könnte nur ein letztes Mittel sein.

Den heftigsten Streit gab es um die Militärausgaben. Romney sagte, er würde als Präsident keine Kürzungen zulassen. Obama erklärte, der Republikaner wolle Geld für etwas ausgeben, um das die militärischen Führer gar nicht ersucht hätten. Ganz abgesehen davon sei völlig offen, wie Romney das bezahlen wolle.

Der Amtsinhaber versuchte immer wieder, Romney als unbedarft in Sachen Außenpolitik darzustellen. Er warf ihm außerdem vor, allzu häufig seine Meinung zu ändern und einen gefährlichen Zick-Zack-Kurs zu fahren. Romney trat betont gelassen auf. Selbst Patzer brachten ihn nicht aus der Ruhe. So sprach er irrtümlich von einer iranisch-syrischen Nachbarschaft.

Romney versuchte wiederholt, die Debatte in Richtung Innenpolitik zu ziehen, unter anderem mit dem Verweis auf die hohe Arbeitslosigkeit im Land. Die Wirtschaftspolitik ist der Bereich, in dem der Republikaner bisher im Wahlkampf am stärksten gepunktet hat.

dpa

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