NRW: CDU bleibt bei Kommunalwahlen stärkste Partei

Trotz Verluste an den Wahlurnen bleibt die CDU die stärkste Partei in NRW.
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Trotz Verluste an den Wahlurnen bleibt die CDU die stärkste Partei in NRW.

Düsseldorf - Die in Nordrhein-Westfalen regierende CDU hat sich trotz Verlusten bei der Kommunalwahl als stärkste Kraft behauptet.

Laut einer Hochrechnung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) erhielt die CDU bei dem Urnengang am Sonntag 40,4 Prozent der Stimmen, das waren 3 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Auch die im Landtag oppositionellen Sozialdemokraten verloren 0,4 Punkte und landeten bei 31,3 Prozent - dem bisherigen Tiefstand bei Kommunalwahlen in ihrer einstigen Hochburg.

Die Grünen legten leicht um 0,3 Punkte zu und verteidigten mit 10,2 Prozent der Stimmen ihren Platz als drittstärkste Kraft zwischen Rhein und Weser. Die FDP, die an der Seite der CDU in NRW mitregiert, konnte sich um 1,4 Punkte steigern, bleibt aber mit 8,2 Prozent nur die Nummer vier in den Kommunen. Die Linke kam auf 4,5 Prozent, ihre Vorgängerin PDS hatte vor fünf Jahren 1,4 Prozent erzielt.

Dortmund: SPD-Oberbürgermeister fast sicher

Dortmund wird voraussichtlich auch künftig von einem SPD-Oberbürgermeister regiert. Nach Auszählung von rund der Hälfte aller Wahlbezirke (193 von 378) zeichnete sich am Sonntag bei der Kommunalwahl in der zweitgrößten Stadt Nordrhein-Westfalens ein deutlicher Vorsprung für Ullrich Sierau ab. Der 53-Jährige verweist nach Angaben der Stadt im Internet mit 47,4 Prozent der Stimmen den parteilosen Kandidaten von CDU und FDP, Joachim Pohlmann, mit 34,3 Prozent auf Platz zwei. Dortmund wird bereits seit den ersten Kommunalwahlen 1946 von SPD-Oberbürgermeistern regiert.

SPD liegt bei Oberbürgermeisterwahlen in Köln vorn

Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Köln zeichnet sich nach einer WDR-Prognose ein Sieg für den von SPD und Grünen unterstützten Kandidaten Jürgen Roters (SPD) ab. Der ehemalige Kölner Polizei- und Regierungspräsident kommt demnach auf 55 Prozent, der frühere Berliner Finanzsenator Peter Kurth (CDU)auf 34,5 Prozent. FDP-Kandidat Ralph Sterck kann der Hochrechnung zufolge 5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Der amtierende Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) war wegen der wachsenden Kritik an seinem Krisenmanagement nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs nicht mehr angetreten.

Im Rat der Domstadt liegen CDU und SPD der WDR-Prognose zufolge gleichauf bei 29,5 Prozent. Beide Parteien verlieren damit Anteile, die 3,2 Prozentpunkte, die SPD 1,5. Die Grünen gewinnen 2,4 Prozentpunkte hinzu und kommen auf 19 Prozent. Die FDP steigert ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Kommunalwahl im Jahr 2004 um 1,6 Prozentpunkte auf 9 Prozent. Die Linke kommt auf 5,5 Prozent (plus 2,5), die rechtpopulistische Partei Pro Köln auf 4 Prozent (minus 0,7).

dpa/AP

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