"Corelli" soll nicht aussagen

NSU-Prozess : Verfassungsschutz schützt V-Mann

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Beate Zschäpe.

Karlsruhe/Hamburg - Bei ihren Ermittlungen zur Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) muss die Bundesanwaltschaft auf einen wichtigen Zeugen verzichten.

Das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) weigert sich laut „Spiegel“, die Identität eines Zuträgers preiszugeben, der der Behörde kurz vor dem Tod eines weiteren V-Mannes mit dem Tarnnamen „Corelli“ eine CD mit rechtsextremistischer Propaganda übergeben haben soll. Die Verfassungsschützer schickten eine „Sperrerklärung“ nach Karlsruhe.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte dazu am Sonntag, die Behörde versuche, die Vorgänge rund um die CD abzuklären. „Wir gehen dem mit Nachdruck nach im Zusammenhang mit den NSU-Ermittlungen.“ Mit Verweis darauf könnten keine Einzelheiten genannt werden. Auf die Hamburger Sicherheitsbehörde wollte nichts Näheres zu dem V-Mann sagen.

Auf der CD, die aus dem Jahr 2006 stammen soll - fünf Jahre vor dem Auffliegen des Trios des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) -, ist eine der ersten dokumentierten Nennungen einer Organisation namens NSU enthalten. Der Titel der CD lautet: „NSU/NSDAP“. Der Zuträger könnte die Frage beantworten, ob Thomas R. alias „Corelli“ einen engeren Bezug zur Terrorzelle um Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatte als bislang bekannt.

dpa

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