Zeugnisverweigerungsrecht

NSU-Prozess: Wohllebens Frau verweigert Aussage

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Ralf Wohllebens Ehefrau verweigert im NSU-Prozess die Aussage und macht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch.

München - Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht (OLG) München vergeblich versucht, die Ehefrau des als Helfer mitangeklagten Ralf Wohlleben als Zeugin zu befragen.

Die Frau machte am Donnerstag von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Der Vorsitzende Richter entließ sie daher nach wenigen Minuten aus dem Zeugenstand. Anschließend nahm sie neben ihrem Mann auf der Anklagebank Platz. Wohllebens Frau hatte vereinzelt auch schon an früheren Verhandlungstagen als Angeklagtenbeistand neben ihm gesessen.

Anschließend sagte ein weiterer Polizeibeamter über die Vernehmung eines Ex-Freundes der angeklagten Beate Zschäpe aus. Dieser Mann, der inzwischen aus der Szene ausgestiegen sein soll und mit neuem Namen in Dresden lebt, war 1998 einer der wichtigsten Unterstützer des Trios und hatte bei der Beschaffung eines konspirativen Unterschlupfes für die Untergetauchten geholfen. Der Unterstützer sei bei der Vernehmung ausgesprochen kooperativ gewesen, sagte der Polizist, nur über Geld habe er nur „sehr ungern“ gesprochen.

Am Nachmittag will das Gericht einen weiteren Polizisten zum Fall des 2006 in Dortmund ermordeten Kioskbesitzers Mehmet Kubasik anhören. Dieser Beamte hatte kurz nach der Tat eine Frau vernommen, die am Tatort zwei Radfahrer gesehen haben will. Die Anklage wirft dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) zehn überwiegend fremdenfeindliche Morde und zwei Sprengstoffanschläge vor.

dpa

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