60 Millionen Zuschauern erwartet

TV-Duell: Obama vs. Romney

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US-Präsident Barack Obama

Denver - 90 Minuten, ein Moderator und jeweils zwei Minuten Zeit für die Kandidaten, mit ihren Statements zu überzeugen. US-Präsident Obama und sein Herausforderer Romney steigen in den Ring zum ersten TV-Duell.

Mit rund 60 Millionen Zuschauern können die beiden Kandidaten bei ihrem ersten Auftritt am (morgigen) Mittwoch rechnen. Romney muss nun die Aufholjagd starten, denn Obama hat laut Umfragen derzeit mit 3,5 Prozentpunkten die Nase vorn.

Mindestens acht Tage lang hat der Republikaner im September für die Fernsehduelle geprobt. Romney hat seine Kernbotschaften zu Themen wie Arbeitsmarkt, Sozialsystem und Außenpolitik für das TV-Format aufpoliert, sich darauf vorbereitet, wie mit Provokationen von Obama umzugehen ist. Mit seinen Beratern hat Romney zudem an Körpersprache und anderen Details gearbeitet, um auf den Bildschirmen stark und sympathisch zu wirken.

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„Mich erwartet in der Debatte die Herausforderung, dass der Präsident dazu neigt, Sachen zu sagen, die nicht stimmen“, lief sich Romney kürzlich in einem Interview mit dem US-Sender ABC warm. Er müsse entscheiden, ob er die wertvolle Redezeit dafür einsetze, Obama zu korrigieren oder dafür, seine Positionen vorzutragen.

Romney probte acht, Obama drei Tage lang

Präsident Obama trainierte für den Auftritt in der Universität Denver. Er zog sich für drei Tage in die Wüste von Nevada zurück, wo ihm in einem Hotel ein Nachbau der TV-Bühne zur Verfügung stand. Im Wahlkampf hat sich Obama als Präsident präsentiert, der eine zweite Amtszeit brauche, um begonnene Reformen abzuschließen. Im direkten Aufeinandertreffen dürfte es sich Obama kaum nehmen lassen, Romney wegen seines dubiosen Umgangs mit Steuererklärungen zu attackieren und als außenpolitisches Greenhorn darzustellen. „Er hat weniger Zeit, sich vorzubereiten, als wir ahnten“, versuchte Obamas Wahlkampfsprecherin Jennifer Psaki die Erwartungen herunterzuspielen.

Beide Kandidaten haben viel Erfahrung mit TV-Debatten. Romney kreuzte bei Vorwahlkämpfen seit 2007 knapp 40 Mal rhetorisch die Klingen mit innerparteilichen Gegnern. Obama setzte sich vor fünf Jahren erst bei den Demokraten gegen Hillary Clinton durch und bei der Präsidentenwahl 2008 gegen den Republikaner John McCain. Beide wissen also, dass es in der Live-Situation nicht nur zu punkten gilt, sondern es auch enorm wichtig ist, Fehler zu vermeiden, die wieder und wieder im Fernsehen gezeigt werden könnten.

dapd

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