Obama: Warnung vor Massaker von "einsamem Wolf"

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US-Präsident Barack Obama warnt vor dem Massaker eines "einsamen Wolfs" gewarnt.

Washington - US-Präsident Barack Obama hat im Hinblick auf den zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September vor dem Massaker eines "einsamen Wolfs" gewarnt.

Einen Terroranschlag durch einen Einzeltäter hält US-Präsident Barack Obama derzeit für die größere Gefahr als einen koordinierten Angriff nach dem Vorbild vom 11. September 2001 durch eine Organisation wie die Al Kaida. In einem Interview des Senders CNN sagte Obama in der Nacht zu Mittwoch, seine Sorge sei derzeit nicht ein großer Terrorangriff, auch wenn dieses Risiko immer bestehe. Im Moment befürchte man eher, dass ein “einsamer Wolf“ mit einer einzigen Waffe einen Anschlag verübe, wie das in Norwegen geschehen ist.

“Wir bleiben stets auf der Hut“, erst recht vor dem bevorstehenden zehnten Jahrestag der Anschläge von New York und Pennsylvania, erklärte der US-Präsident CNN-Moderator Wolf Blitzer in Peosta im US-Staat Iowa. Die US-Regierung beobachte weiter alle möglichen Risiken, auch wenn die Al-Kaida inzwischen eine viel schwächere Organisation sei als damals. Al-Kaida-Führer Osama bin Laden wurde im Mai in Pakistan durch eine US-Spezialeinheit getötet.

Auf die Frage, ob die Amerikaner sich keine Sorgen wegen eines möglichen atomaren, radiologischen oder anderen spektakulären Anschlags machen müssten, erklärte Obama, als Präsident mache er sich über alle diese Dinge Gedanken. Aber derzeit sei eher ein Angriff eines Einzeltäters als ein gut koordinierter Angriff zu befürchten. Ein Einzeltäter, der durch eine hasserfüllte Ideologie angetrieben werde, könne sehr viel Schaden anrichten und sei viel schwerer aufzuspüren.

Präsident gegen Verfassungsänderung zur Schuldenbegrenzung

Mit Blick auf die Schuldenkrise sprach sich Obama gegen eine Verfassungsänderung zum Erreichen eines ausgeglichenen Staatshaushalts aus. Dies halte er nur in absoluten Ausnahmesituationen wie etwa einem Krieg für denkbar, sagte Obama. Einnahmen und Ausgaben müssten in Einklang gebracht werden, das sei, was die Bürger wollten. Bereits moderate Änderungen am gegenwärtigen Zustand brächten Fortschritte. “Ideologische Starrheit verhindert, dass wir Fortschritte machen.“

Auf die Frage von Moderator Blitzer, wie es sein könne, dass in einem reichen Land wie den USA 46 Millionen Bürger auf Lebensmittelmarken angewiesen seien, erklärte der Präsident, dies sei nicht zuletzt der Rezession geschuldet. Gerade deshalb sei es wichtig, dass das Haushaltsdefizit nicht zulasten bedürftiger Menschen zurückgefahren werde. Die USA seien der Brotkorb der Welt, doch seien die Einkommen ungleich verteilt, und die Löhne und Gehälter seien zuletzt nicht mehr gestiegen. Deshalb müsse das Land in seine Menschen, in Innovation und in Infrastruktur investieren.

Obama äußerte sich während einer dreitägigen Bustour durch den Mittleren Westen der USA.

dpa/dapd

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