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Özdemir zu Stuttgart 21: "Mappus wollte Blut sehen"

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Stuttgart - Nach dem gewaltsamen Polizeieinsatz gegen Demonstranten am Stuttgarter Hauptbahnhof hat Grünen-Chef Cem Özdemir schwere Vorwürfe gegen Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) erhoben.

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Stuttgart 21: Gegenseitige Schuldzuweisungen

“Herr Mappus wollte hier Blut sehen“, sagte Özdemir am Freitagabend in Stuttgart. Es sei kein Zufall gewesen, dass die Räumung des Schlossplatzes am Donnerstag während einer Schülerdemonstration begonnen habe. “Das gehört sich einfach nicht“, betonte der Grünen-Politiker. Scharfe Kritik äußerte Özdemir auch mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). “Sie scheint den Kurs von Herrn Mappus zu unterstützen“, der “auf Eskalation“ setze, statt auf Worte. Umgekehrt bestehe von Seiten der Protestteilnehmer weiter die Bereitschaft zum Gespräch mit der Landesregierung.

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Kurz vor Beginn der geplanten Großdemonstration am Freitagabend warnte Özdemir vor einer erneuten Eskalation zur Gewalt. “Man redet solange darüber, dass man Demokraten zu Chaoten erklärt, bis sie es tatsächlich sind“, sagte er. Stattdessen lobte der Grünen-Chef das politische Engagement der Jugendlichen. Die Proteste gegen das Bahnprojekt “Stuttgart 21“ und der Polizeieinsatz dagegen waren am Donnerstag eskaliert. Bei Absperrungen für Baumfällarbeiten im Schlossgarten setzte die Polizei Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Laut Polizei wurden 130 Menschen verletzt, darunter sechs Polizisten.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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