Wirte wehren sich

Pegida-Zug am Samstag in München: Kommen wieder mehr als 1.000 Gegendemonstranten?

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Plakate in Neuhauser Schaufenstern
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Pegida will am Samstag durch München ziehen. Nicht nur die Neuhauser Wirte machen gegen die Demo mobil - mehrere hundert Gegendemonstranten könnten kommen.

München - Ob die Kräfteverhältnisse diesmal wieder genauso ungleich sein werden? Im vergangenen März demonstrierte die rechtspopulistische Organisation Pegida in der Münchner Maxvorstadt - und sah sich 2.500 Protestierenden gegenüber. Am Samstag könnte es eine Neuauflage geben.

Diesmal will Pegida rund um den Rotkreuzplatz in Neuhausen aufmarschieren. Rund 70 Teilnehmer werden nach Polizeiangaben erwartet. Und es hat sich ein außergewöhnlich breites Gegenbündnis formiert. Wie die tz berichtet, rufen unter anderem die Neuhauser Wirte und Gewerbeleute zum Protest auf. In Schaufenstern waren schon Tage zuvor Plakate mit dem Spruch „Neuhausen pfeift auf Rassismus und rechte Hetze“ zu sehen.

Proteste gegen Pegida in München: Gegendemonstranten wollen als Clowns kommen

Aber auch das Bündnis „München ist bunt“ lädt zur Demo gegen „Pegida Dresden“ ein. „Selbstverständlich rufen auch wir zum lautstarkem Protest vor Ort auf!“, heißt es in der zugehörigen Facebook-Veranstaltung. Bis Samstagvormittag hatten sich dort insgesamt 1.500 Menschen für den Termin interessiert. Allerdings könnte der Regen einige Münchner doch noch abschrecken.

Die Gegendemonstranten wollen wie schon im März in Kostümen zum Protest antreten. Angedacht sind diesmal Clown-Verkleidungen. Im März hatten sich viele Protestierende als Ärzte kostümiert - unter ihnen auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Münchens OB Dieter Reiter im März bei Protesten gegen Pegida

Die Route des Pegida-Zuges soll beginnend um 13.45 Uhr unter anderem über die Donnersbergerstraße und die Sedlmayerstraße in einem Ring vom Rotkreuzplatz weg und wieder dorthin zurück führen. „München ist bunt“ ruft zum Protest an den Rotkreuzplatz. Laut einem Bericht der Abendzeitung war am Freitag allerdings nach Angaben des KVR noch keine offizielle Gegendemo angemeldet.

Erst vergangene Woche hatten in Pegidas Gründungsort Dresden rund 10.000 Menschen für „Herz statt Hetze“ demonstriert. Währenddessen macht sich Entsetzen über Äußerungen einiger Pegida-Demonstranten breit, die den Mord an Walter Lübcke rechtfertigen wollen.

fn

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