Wieder in Sachsen

Pirna: Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

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Ein Polizeiauto verlässt die Einfahrt des ehemaligen Landratsamtes, in dem am Montag Flüchtlinge einziehen sollten. In der Nacht warfen Unbekannte einen Molotowcocktail.

Pirna - Auf eine Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Pirna verübten Unbekannte einen Brandanschlag. Die Unterkunft war zu diesem Zeitpunkt noch unbewohnt.

Erneut ist ein Anschlag auf ein Flüchtlingsunterkunft in Sachsen verübt worden: Unbekannte warfen in der Nacht zum Montag nach Polizeiangaben einen Brandsatz auf eine noch unbewohnte Asylunterkunft in Pirna. Die Flasche zerbarst an der Hauswand, so dass sich die brennende Flüssigkeit über die Fassade ergoss. Mitarbeiter des Wachdienstes konnten das Feuer schnell löschen.

Laut dem Operativen Abwehrzentrum der Polizei (OAZ) in Leipzig sollten am Montag die ersten Flüchtlinge in das Haus in Pirna einziehen. Das OAZ geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Es wird wegen Brandstiftung ermittelt.

Zur Höhe des durch den Anschlag entstandenen Sachschadens konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Bereits in der vergangenen Woche war es an der Flüchtlingsunterkunft zu mehreren Vorfällen gekommen. Am vergangenen Mittwoch zündeten Unbekannte laut Polizei Böller vor dem Haus. Zudem wurde an der Umzäunung der Asylunterkunft ein Aufkleber mit der Aufschrift "Refugees not welcome" angebracht.

In Sachsen hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge auf Flüchtlingsuntekünfte gegeben, unter anderem in Meißen, Freital und Dresden. Erst vor wenigen Tagen griffen Gewalttäter vor einer Asylunterkunft im sächsischen Jahnsdorf einen Bus mit Flüchtlingen an, die in das Haus einziehen sollten. Die Täter warfen Steine und zündeten Böller. Die Flüchtlinge wurde vorerst anderweitig untergebracht.

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