Politbarometer: Große Zweifel an Rösler

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Während 39 Prozent der Befragten davon ausgehen, der designierten FDP-Chef Philipp Rösler werde sich in wichtigen Fragen in seiner Partei durchsetzen, wird dies von 46 Prozent bezweifelt.

Mainz - Gut eine Woche vor dem Parteitag der Liberalen in Rostock sind die Erwartungen der Wähler an einen Neuaufbruch der FDP verhalten. In einer Umfrage dümpeln die Liberalen weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde. 

Im ZDF-“Politbarometer“, das der Sender am Freitag veröffentlichte, sehen 49 Prozent der Befragten keinen großen Unterschied zwischen dem designierten FDP-Chef Philipp Rösler und dem Noch-Parteivorsitzenden Guido Westerwelle. 30 Prozent der Befragten glauben, dass Rösler seinen Job besser machen wird als Westerwelle. 11 Prozent gehen davon aus, dass er sich schlechter präsentieren wird. Auch haben die Befragten Zweifel an der Durchsetzungsfähigkeit Röslers. Während 39 Prozent der Befragten davon ausgehen, der Gesundheitsminister werde sich in wichtigen Fragen in seiner Partei durchsetzen, wird dies von 46 Prozent bezweifelt. 15 Prozent sind unentschieden.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

In der Sonntagsfrage verharrt die FDP bei vier Prozent. Wie schon in der vorangegangenen Befragung von Mitte April ist dies der schlechteste Politbarometer-Wert seit 1999. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 35 Prozent. Gegenüber der letzten Befragung ist dies ein Plus von einem Prozentpunkt. Die SPD rutscht um einen Punkt auf 26 Prozent ab, die Grünen können ihren Rekordwert vom letzten Mal von 23 Prozent halten. Die Linke kommt weiterhin auf 7 Prozent. Beliebtester Politiker ist weiterhin SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Bei der Einschätzung der Wähler nach Sympathie und Leistung erhält er auf einer Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 1,2. Es folgen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Wert von 1,1 sowie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit einem Wert von 0,7.

Den letzten Rang bekleidet nach wie vor Außenminister Guido Westerwelle mit einem Wert von -1,6. Ausgeschieden sind Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), CSU-Chef Horst Seehofer und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU). Neu beziehungsweise wieder dazu zählen Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, Grünen-Vorsitzende Claudia Roth und der designierte FDP-Chef Rösler. Für das ZDF-Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 3. bis 5. Mai 1.325 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

dapd

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