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Polizei kritisiert Afghanistan-Pläne

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Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg

Erfurt - Die Pläne der Bundesregierung zur Ausdehnung der Polizistenausbildung in Afghanistan stoßen bei der deutschen Polizei auf Skepsis.

“Die Zahlen sind utopisch“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg der “Thüringer Allgemeinen“ zum Plan, das Kontingent von 123 auf 200 zu vergrößern. “Dazu sind wir gar nicht in der Lage.“ Wegen bundesweiter Sparmaßnahmen im Polizeidienst fehle es schon hierzulande überall an Personal. Er warnte zudem vor Gefahren des Einsatzes. “Ich warne davor, das Mandat der Polizei zu verändern“, sagte Freiberg der “Mitteldeutschen Zeitung“. “Wir bilden gerne aus, aber nur in gesicherten Camps. Wir sind kein Teil des Bürgerkrieges.“ Die Polizei sei auch nicht bereit, die Taliban zu bekämpfen. “Das ist Aufgabe von Militär und paramilitärischen Einheiten.“

In der “Thüringer Allgemeinen“ betonte Freiberg den eigentlich Auftrag der Beamten: “Wir sind eine deutsche Polizei - die Beamten haben bei ihrer Einstellung niemals daran gedacht, irgendwann im Bürgerkrieg in Afghanistan zu landen.“ Die Polizei sei “auf Verbrecherjagd, nicht auf der Jagd nach Sprengfallen“. Freiberg vermutet zudem, dass mit der Aufstockung der Polizeiausbilder ein weniger militärischer Eindruck des deutschen Engagements in Afghanistan erreicht werden soll. “Es ist innenpolitisch schwieriger, über den Einsatz von Soldaten in Afghanistan zu diskutieren, als über den von Polizisten“, sagte er. “Das hört sich irgendwie friedlicher an - man erhofft sich dafür mehr Zustimmung.“

dapd

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