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Rätsel um Übergewicht der toten Gorch-Fock-Kadettin gelöst

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Auf dem Bundeswehr-Ausbildungsschiff "Gorch Fock" kam die junge Kadettin Sarah Lena zu Tode.

Berlin - Das Rätsel um das Körpergewicht der auf dem Bundeswehr-Segelschulschiff “Gorch Fock“ tödlich verunglückten Seekadettin Sarah Lena S. scheint gelöst zu sein. Die neuen Erkenntnisse sind haarsträubend.

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Marineinspekteur Axel Schimpf hatte am Mittwoch im Verteidigungsausschuss erklärt, er wisse nicht, wie die Meldungen zustande gekommen sind, wonach die Kadettin bei einer Größe von 1,58 Meter 83 Kilo und damit Übergewicht gehabt haben soll und deswegen dienstuntauglich für den Dienst auf der “Gorch Fock“ gewesen sei. Die Mutter der 25-jährigen Soldatin hatte immer wieder behauptet, ihre Tochter habe vor Dienstantritt auf keinen Fall mehr als 60 Kilo gewogen. Schimpf hatte als Obduktionsergebnis der Leiche 83 Kilo genannt.

20 Kilo durch Formaldehyd

Nun scheint das Rätsel um das hohe Gewicht gelöst: Wie die Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag aus Marinekreisen erfuhr, wurde die Leiche von Sarah Lena im Krankenhaus der Hafenstadt mit 20 Kilo Formaldehyd versehen. Damit werden Leichen präpariert.

Diese Präparierung hätten die brasilianischen Ärzte vorgenommen, um die Leiche für den Flug in die Heimat transportfähig zu machen. Das Flugzeug habe über keine Tiefkühleinrichtung verfügt, war zu erfahren.

Die Kadettin war am 7. November vergangenen Jahres im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia aus 27 Meter Höhe aus der Takelage des Segelschiffes auf Deck gestürzt.

Experte hat Zweifel 

Mit dem Fall vertraute Experten gehen nach dpa-Informationen zwar davon aus, dass die Leiche konserviert wurde, um sie vom Unglücksort in Brasilien nach Deutschland zu bringen. Dadurch könne der Körper zwar schwerer geworden sein, doch dies könne kaum eine Zunahme um 20 Kilogramm erklären, hieß es am Donnerstag. Weitere Faktoren müssten geprüft werden.

dapd/dpa

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