Seehofer: Konzentration auf "eigene Stärke"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer rät der Union, als Konsequenz aus dem Wahlergebnis in Schleswig-Holstein auf die “eigene Stärke“ zu setzen.

München - Wahlnachlese bei der CSU: Parteichef Horst Seehofer sieht das Potenzial der Union bei rund 40 Prozent. Die FDP hält er nicht für tot, sondern für quicklebendig. Und mit den Piraten rechnet er weiter.

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Union dringend aufgerufen, sich vor den nächsten Wahlen nicht mit der FDP zu beschäftigen, sondern sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Man müsse “die eigenen politischen Kräfte“ im Blick haben, sagte Seehofer am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München und warnte vor einer “vordergründigen und pausenlosen Betrachtung anderer politischer Kräfte“. Das bundesweite Wählerpotenzial der Union sieht der bayerische Ministerpräsident bei rund 40 Prozent. Auf diesen Wert bewege sich die Zahl der potenziellen Wähler zu. Und die Union müsse darauf achten, dass sie dieses Potenzial ausschöpfe, mahnte er.

Seine eigene Partei rief Seehofer angesichts des rasanten gesellschaftlichen Wandels und des intensiveren Wettbewerbs zwischen den Parteien auf, sich in der Bevölkerung als Stabilitätsanker zu profilieren. Die CSU müsse ihr Profil noch stärker ins Bewusstsein der Wähler bringen, und zwar in allen Themen, betonte der CSU-Chef.

Schleswig-Holstein: Das sind die Bilder des Wahltags

Schleswig-Holstein: Das sind die Bilder des Wahltags

Angesichts des unerwartet starken Abschneidens der FDP in Schleswig-Holstein betonte Seehofer: “Ich sage seit Monaten, dass die FDP nicht tot ist, dass sie wieder kommen wird.“ Er setze in Berlin und München auf eine Fortsetzung der amtierenden schwarz-gelben Koalitionen, sagte er mit Blick auf Bundes- und Landtagswahl 2013.

Seehofer betonte, es gebe noch inhaltliches Potenzial für den Liberalismus in Deutschland. Das werde sich auch bei der NRW-Wahl am kommenden Sonntag bestätigen. Er habe mit dieser guten Entwicklung für die FDP gerechnet, betonte er - wenn auch nicht so früh wie jetzt. Mit Blick auf die Bayern-Wahl im Herbst 2013 sagte er: “Ich will auch in Bayern eine starke FDP - eine FDP, die in den Landtag einzieht.“ Dazu habe die Partei auch das Potenzial, personell und inhaltlich.

Der Piratenpartei sagte Seehofer eine längere Zukunft voraus. “Mit den Piraten werden wir wohl auf absehbare Zeit zu leben haben“, betonte er. Deren Höhenflug sei nicht nur vorübergehender Natur.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser