Seehofer fordert "Vollgas" vor Bundestagswahl

Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer vor der CSU-Zentrale.
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Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer vor der CSU-Zentrale.

München - CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat nach den Wahlen vom Wochenende einen engagierten Endspurt der Union im Bundestagswahlkampf angemahnt.

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"Es hat sich gezeigt, dass die Bundestagswahl noch längst nicht gewonnen ist", sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Präsidiumssitzung in München. Man werde "mit Besonnenheit, aber mit Vollgas in die letzten vier Wochen gehen". Seehofer betonte, CDU, CSU und FDP hätten nach wie vor eine sehr gute Chance, nach der Wahl am 27. September eine bürgerliche Regierung zu bilden. Dies sei aber nur mit einer starken Union insgesamt und einer starken CSU in Bayern möglich, argumentierte der CSU-Vorsitzende.

Zugleich warnten Seehofer und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt vor einer rot-rot-grünen Regierung. Es habe sich gezeigt, dass SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nur Erfolg haben könne, wenn er mit den Linken gemeinsame Sache mache, sagte Dobrindt. Dobrindt betonte, es gebe für die Union keinen Grund für eine Strategieänderung. "Wir sind gut aufgestellt." Personal und Inhalte stimmten.

Dagegen sei das Ergebnis der Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland katastrophal. Umweltminister Markus Söder (CSU) und der niederbayerische CSU-Bezirkschef Manfred Weber forderten, die Union müsse in den letzten Wochen des Wahlkampfs Inhalte und Themen stärker als bisher in den Vordergrund rücken. CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid verlangte von der CDU, diese müsse "noch in die Gänge kommen".

dpa

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