Seehofer: Beziehungen zu Russland ausbauen

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will nach dem Ende der Wirtschaftskrise Handel und Investitionen mit Russland kräftig ausbauen.

Moskau - Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will nach dem Ende der Wirtschaftskrise Handel und Investitionen mit Russland kräftig ausbauen. Er lud den Moskauer Bürgermeister zum Besuch des Münchner Oktoberfestes ein.

Am Montag traf Seehofer in Moskau die russische Wirtschaftsministerin Elvira Nabiullina und den Bürgermeister der Zwölf-Millionen-Metropole, Sergej Sobjanin. Bayern habe seit mehr als zwei Jahrzehnten eine sehr gute Partnerschaft mit Moskau. “Ich habe mir vorgenommen, dass wir diese Partnerschaft mit neuem Leben erfüllen“, sagte Seehofer. Das bayerisch-russische Handelsvolumen lag im vergangenen Jahr bei etwa zehn Milliarden Euro. Ein Drittel aller in Russland tätigen deutschen Firmen kommen aus Bayern.

Seehofer unterzeichnete am Abend ein Abkommen mit Sobjanin. Er lud den Moskauer Bürgermeister zum Besuch des Münchner Oktoberfestes ein. Sobjanin scherzte: “Man muss trainiert sein, wenn man an solchen Fest teilnimmt.“ Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sagte, die russische Seite wolle nicht nur deutsche Produkte importieren. “Sie wollen, dass hier nicht nur eingekauft wird, sondern dass Technologie und Entwicklung in Russland stattfinden.“

Unter anderem hofft die russische Regierung auf bayerische Beteiligung am geplanten High-Tech-Zentrum in Skolkowo vor den Toren der russischen Hauptstadt. Kremlchef Dmitri Medwedew will dort nach dem Vorbild des kalifornischen Silicon Valley eine High-Tech-Region schaffen. Bürgermeister Sobjanin sagte aber auch, er wolle mehr Touristen nach Moskau locken.

dpa

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