Dotwendige Debatte angestoßen

Snowden: Geheimdienstchef sieht auch Positives

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Edward Snowden

Washington - Der US-Geheimdienstkoordinator James Clapper kann den Enthüllungen des IT-Spezialisten Edward Snowden auch etwas Positives abgewinnen.

Die Snowden-Affäre habe eine notwendige Debatte über geheimdienstliche Überwachung angestoßen, sagte Clapper am Donnerstag in Washington. Jedoch zeigte er sich besorgt, dass die weitere Offenlegung von Geheimdokumenten die nationale Sicherheit der USA gefährden könnte.

Clapper sagte bei einem Vortrag in der US-Hauptstadt, er hasse es, Snowden "überhaupt Anerkennung zu zollen für das, was hier passiert ist". Snowdens Handeln sei "unerhört", die dadurch ausgelöste Debatte sei aber überfällig gewesen. "Das musste wirklich geschehen", sagte er. "Wenn es hier also eine gute Seite gibt, dann ist es vielleicht das."

Die US-Geheimdienste müssten transparenter werden, sagte Clapper. "Transparenz ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Es ist großartig für uns, für unsere Bürger. Aber natürlich lernt auch der Feind durch diese Transparenz." Clapper rechnete mit weiteren Enthüllungen über die Arbeit der Geheimdienste. Dieser "anhaltende Strom von Enthüllungen" schade der nationalen Sicherheit, sagte er.

Snowden war als externer Mitarbeiter für den US-Geheimdienst NSA tätig, als er die vertraulichen Dokumente an sich brachte. Die Informationen spielte er Medien in den USA und im Ausland zu. Die Enthüllungen über die Überwachung des Internets und das Ausspähen auch von befreundeten Regierungen sorgten weltweit für Empörung. Derzeit hält sich Snowden in Russland auf, das dem 30-Jährigen vorläufig Asyl gewährte.

AFP

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