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Söder will Atom-Sicherheit überprüfen

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München  - Die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke will Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) grundsätzlich überprüfen. Das Landesamt für Umwelt hat eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet.

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“Es ist ein so fundamentales Ereignis, dass wir wirklich alles hinterfragen müssen“, sagte Söder am Sonntag in München vor dem Hintergrund der Atom-Katastrophe in Japan. Es gehe nun darum, “Sicherheit nicht nur zu optimieren, sondern zu maximieren.“ Söder wehrte sich gegen den Vorwurf, die Gefahren unterschätzt zu haben. “Eine solche Katastrophe konnte keiner vorhersehen. Die Natur schreibt ein anderes Drehbuch als der Mensch.“ Der Umstieg auf erneuerbare Energien müsse nun beschleunigt werden. Angesichts der dramatischen Atomunfälle in Japan hat das Umweltinstitut München vor Sicherheitslücken in deutschen Meilern gewarnt. Kein Atomkraftwerk in Deutschland könne beispielsweise dem Absturz eines Verkehrsflugzeugs standhalten, teilte das Institut am Sonntag mit. Besonders bei älteren Reaktoren sei dann ein GAU (größter anzunehmender Unfall) zu befürchten. Die dramatischen Vorfälle in den Reaktoren Fukushima zeigten, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Zugleich kritisierte das Umweltinstitut die Informationspolitik der japanischen Regierung. Informationen gebe es nur scheibchenweise, “obgleich die Fakten eindeutig auf einen GAU hinweisen“.

Landesamt rüstet sich für Fragen besorgter Bürger

Zwar hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) betont, dass bei der sich abzeichnenden Atomkatastrophe in Japan keine Gefahr für Deutschland droht - dennoch rüstet sich das Landesamt für Umwelt (LfU) in Bayern für Nachfragen besorgter Bürger. Die Behörde in Augsburg hat eine Hotline eingerichtet, um die bayerische Bevölkerung zu informieren. Zwischen 8.00 und 12.00 Uhr wollen die Experten unter der Telefonnummer 0821/90715005 täglich für Fragen zur Verfügung stehen, wie das Landesamt am Sonntag mitteilte.

dpa

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