Spanien verlangt von Rumänen Arbeitserlaubnis

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Ein Neubaugebiet bei El Arenal auf der spanischen Insel Mallorca. Rumänen, die in Spanien arbeiten wollen, brauchen ab sofort eine Arbeitserlaubnis.

Madrid - Spanien hat am Freitag die freie Zuwanderung von rumänischen Arbeitern vorübergehend eingeschränkt. Nach einem Regierungsbeschluss brauchen Rumänen, die in Spanien arbeiten wollen, ab sofort eine Arbeitserlaubnis.

Um in Spanien legal arbeiten zu können, müssen rumänische Staatsbürger jetzt zuerst bei den lokalen Behörden eine Genehmigung einholen. Dazu müssen sie einen Arbeitsvertrag vorlegen. Rumänen, die bereits in Spanien arbeiten, sind nach Angaben der spanischen Regierung nicht von der Maßnahme betroffen.

Mit der neuen Regelung wolle die Regierung den Zustrom von Arbeitssuchenden den Bedürfnissen des spanischen Arbeitsmarkts anpassen. Es handele sich um eine “rein technische“ Maßnahme. Die rumänische Regierung ließ über ihre Botschaft in Madrid mitteilen, dass sie die neue Verfügung verstehe. Sie betonte, dass diese zeitlich begrenzt sei.

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Kritik kam sofort aus Brüssel. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, Spanien dürfe die Forderung nach Arbeitserlaubnissen für rumänische Staatsbürger grundsätzlich nicht wieder einführen. Dies verstoße gegen die EU-Regeln.

Rumänien ist seit Anfang 2007 EU-Mitglied. Für die vollständige Integration der rumänischen Arbeiter in den europäischen Arbeitsmarkt gilt jedoch bis 2014 eine Übergangsfrist. Spanien hatte dieses Moratorium im Januar 2009 aufgehoben. Seitdem können Rumänen ohne vorherige Genehmigung in Spanien arbeiten.

In Spanien leben nach offiziellen Angaben rund 800.000 Rumänen. Davon sind derzeit 30 Prozent arbeitslos. Spanien ist von der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders schwer betroffen. Mit mehr als 21 Prozent hat das Land die höchste Arbeitslosenquote in der EU.

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