Die Rede ist von 1,25 Millionen Euro

Was Steinbrück nebenbei kassiert hat

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Großverdiener im Nebenberuf: Mit Vorträgen soll Peer Steinbrück  in den letzten vier Jahren 1,25 Millionen Euro eingenommen haben.

Berlin - Seine Nebenaktivitäten sorgten für eine Menge Wirbel. Jetzt macht der SPD-Kanzlerkandidat seine Vortragshonorare publik. Für 89 Reden erhielt er 1,25 Millionen Euro vor Steuern.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für seine Vorträge mehr Geld erhalten als bislang bekannt. Der Bundestagsabeordnete soll zwischen 2009 und 2012 Honorare von insgesamt 1,25 Millionen Euro eingestrichen haben. Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung wurde am Montag in der SPD bestätigt.

Danach hat der frühere Finanzminister Steinbrück in dieser Wahlperiode insgesamt 89 bezahlte Vorträge gehalten. Das höchste Honorar sei 25 000 Euro gewesen, das niedrigste 1000 Euro. Im Durchschnitt erhielt Steinbrück danach für einen Vortrag 14 065 Euro Honorar. Davon seien ihm nach Steuerabzug 7314 Euro pro Auftritt geblieben.

Im gleichen Zeitraum habe Steinbrück weitere 237 Vorträge etwa in Schulen und vor gemeinnützigen Organisationen ohne Honorar gehalten, berichtete die Zeitung weiter. Zudem habe der Ex-Finanzminister auf verschiedenen Veranstaltungen von Industrieunternehmen auf Bezahlung verzichtet und dieses Geld direkt an soziale Einrichtungen wie Pro Familia gespendet.

Peer Steinbrück: Klare Kante und loses Mundwerk

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Nach massiver Kritik hatte Steinbrück vor drei Wochen einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer beauftragt, seine Einkünfte zusammenzustellen. Die genauen Ergebnisse will er am Dienstag in Berlin vorstellen. Seine Einnahmen aus zwei erfolgreichen Büchern sollen aber nicht publik gemacht werden, hieß es.

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht durch die Höhe der Nebeneinkünfte die Glaubwürdigkeit des SPD-Spitzenbewerbers nicht beschädigt. „Er hat sich an Recht und Gesetz gehalten und alles versteuert“, sagte Gabriel.

Die SPD-Vorsitzende forderte die Kritiker aus Union und FDP auf, Steinbrücks Beispiel zu folgen und ebenfalls genau ihre Zusatzverdienste offenzulegen. Die Wähler habe ein Recht darauf, dies zu erfahren. Zu den anderen Großverdienern im Bundestag gehören fast ausschließlich Abgeordnete von Union und FDP.

Die Koalition hatte in der vergangenen Woche die Forderung der Opposition abgelehnt, Hinzuverdienste komplett publik zu machen. Bislang müssen sie lediglich in drei Stufen angegeben werden: von 1000 bis 3500 Euro, bis 7000 Euro und ab 7000 Euro. Nach dem Willen von Union und FDP soll es künftig zehn pauschale Stufen für die Veröffentlichung geben.

dpa

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