SPD-Kandidat besteigt den Lusen

Steinbrück auf dem Gipfel: Wahlkampf in Bayern

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Peer Steinbrück auf dem Weg zum Gipfel des Lusen.

Neuschönau - Bergauf mit Peer Steinbrück im Bayerischen Wald: Bei der Besteigung des Lusen demonstriert der Kanzleranwärter gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss.

Tatsächlich wird der Anstieg dann für manche beschwerlicher als erwartet. Schuld daran sind die massiven Granitfelsen rund um den Lusen-Gipfel nahe Neuschönau (Landkreis Freyung-Grafenau). Steinbrück selbst zeigt sich unbeeindruckt von der Steinwüste. Trittsicher und flott marschiert er bis zum Gipfelkreuz.

Prost, Herr Kanzlerkandidat! Peer Steinbrück auf Wahlkampftour in Bayern

Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa
Peer Steinbrück besteigt im Rahmen seiner Wahlkampftour den "Mount Everest" des Bayerischen Waldes: den Lusen. Der SPD-Kanzlerkandidat demonstriert gute Kondition, hält Small Talk mit den Bürgern und gibt sich siegesgewiss. Ein Weißbier darf dabei natürlich nicht fehlen! © dpa

Unterwegs und später bei der Brotzeit am Lusenschutzhaus sucht Steinbrück immer wieder das Gespräch mit Bürgern und ist um keine Antwort verlegen. Angesprochen auf seinen weißen Sonnenhut lupft er die Kopfbedeckung mit den Worten: „Ich habe da oben nicht so viel Haare.“ Nein, ein Sonnenbrand auf dem kahlen Haupt sollte bei dem Kanzlerkandidaten nicht als schmerzhafte Erinnerung an den Besuch in Deutschlands ältestem Nationalpark bei brütender Hitze zurückbleiben.

Auch für Erinnerungsfotos mit Wählern wirft sich Steinbrück in Pose. Geduldig lächelt der Kandidat ins Objektiv. Ein Pressefotograf, der Steinbrück vor einer großen Glasskulptur ablichten will, hat es da nicht so einfach. Die Bitte, seine Hand auf das Kunstwerk zu legen, quittiert der Spitzenkandidat abschlägig: „Ne, ich mach' das so, wie ich das möchte.“

Ansonsten bleibt noch etwas Zeit für die übliche Wahlkampf-Rhetorik. Natürlich bekommt die CSU ihr Fett weg - „Selbstbedienungsmentalität“, „Arroganz der Macht“ - und auch deren Parteivorsitzender Horst Seehofer („Drehhofer“). Von den schlechten Umfragewerten im Freistaat und auch im Bund lässt sich der Kandidat nicht beeindrucken - zuletzt lagen SPD, Grüne und Freie Wähler zusammen sechs Prozentpunkte hinter der CSU zurück: Letztlich würden in Bayern wenige Punkte über den Wahlsieg entscheiden, gibt Steinbrück sich kämpferisch.

Peer Steinbrück: Klare Kante und loses Mundwerk

Die einzige Wahl, die Peer Steinbrück bisher bestreiten musste, hat er verloren. Mit 65 Jahren wagt er von der Hinterbank nochmals den großen Sprung. © dpa
Steinbrück tritt als Kanzlerkandidat der SPD gegen Angela Merkel an. © dpa
In diesem Jahr sind gleich drei Steinbrück-Biografien erschienen. Die beiden Journalisten Eckart Lohse und Markus Wehner bezeichnen Steinbrück als einen der „zweifellos interessantesten Politiker dieser Jahre“. © dpa
Eine Gefahr für ihn ist immer sein loses Mundwerk. © dpa
Als Bundesfinanzminister (2005 bis 2009) bewegte er durch unbedachte Äußerungen schon mal die Märkte. Der Schweiz drohte er, selbstbewusst wie er nun mal ist, in Sachen Schwarzgeld mit der Kavallerie. © dpa
Geboren am 10. Januar 1947 in Hamburg, wächst er in einem eher konservativen Elternhaus auf, erst 1969 schwenkt der Vater wegen Willy Brandt auf die SPD um. © dpa
Seinen eigenen trockenen Humor führt er auf seine Großmutter zurück - jüngst antwortete er einem Journalisten auf Fragen, ob er dieses oder jenes ausschließe: „Steinbrück schließt nicht aus, dass er Hundefutter isst“. © dpa
Als Schüler hatte er Flausen im Kopf. Neben Griechisch und Latein ist ausgerechnet Mathe ein Problem. Zweimal bleibt er sitzen. Statt zu lernen, schießt er Lehrern lieber aus dem Paternoster heraus mit einem Blasröhrchen Erbsen auf die Beine. © dpa
Das Ende der Schulzeit empfindet er als Befreiung. Seine Klassenarbeiten verbrennt Steinbrück nach dem Abi im Ofen. © dpa
Zum Studium der Volkswirtschaft und Sozialwissenschaften geht er nach Kiel. © dpa
Seine politische Karriere beginnt 1974 im Bundesbauministerium und führt ihn in das Forschungsministerium und als Referent in das Bonner Bundeskanzleramt. © dpa
Dort regiert Helmut Schmidt, der ihn geeignet hält für den Job des Regierungschefs. Von 1986 bis 1990 leitet er das Büro von NRW-Ministerpräsident Johannes Rau. Anschließend ist Steinbrück bis 1998 in Kiel, unter anderem als Wirtschaftsminister. © dpa
Dann kehrt er nach Nordrhein-Westfalen zurück. Nach Stationen als Wirtschafts- und Finanzminister wird er 2002 als Nachfolger des nach Berlin gewechselten Wolfgang Clement Ministerpräsident. © dpa
2005 wird Steinbrück trotz der Wahlniederlage gegen die CDU zum Finanzminister in Berlin berufen. © dpa
Im Oktober 2008 verkündet er mit Angela Merkel die berühmte Garantie für alle deutschen Spareinlagen. Eines macht er heute klar: Sollte er nicht Kanzler werden, geht er auf keinen Fall nochmals als Juniorpartner in ein Kabinett Merkel III. © dpa
Verheiratet ist er mit einer Lehrerin (links im Bild Ehefrau Gertrud). Sie haben drei erwachsene Kinder. Steinbrück ist ein Schnellleser und begeisterter Cineast. Und Peer Steinbrück ist leidenschaftlicher Sammler von Schiffsmodellen. © dpa
Dass der bald 66-Jährige so richtig will und die bisher unangreifbare Merkel mit Hilfe der Partei stellen möchte, wurde zuletzt beim Zukunftskongress der SPD-Fraktion sichtbar. Er hielt eine für ihn überraschend sozialdemokratische Rede. © dpa
Die nervösen Reaktionen der Union auf sein Papier zur Bändigung der Finanzmärkte zeigten, dass er hier für die SPD einen möglichen Wahlkampfschlager gefunden hat. © dpa
Mit seiner „klaren Kante“ ist er sicher der Kandidat, der Merkel am gefährlichsten werden wird. © dpa

dpa

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