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Darf "Bild" sie "durchgeknallte Frau" nennen?

Neue Runde im Streit um Paulis Latex-Fotos

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Die Landtags-Abgeordnete Gabriele Pauli (ehemals CSU und Freie Wähler) sitzt im Oberlandesgericht in München mit ihrem Rechtsanwalt Klaus Rehbock beim Revisionsprozess in zwei Rechtsstreits zwischen bild.de sowie dem Bayerischen Rundfunk.

München - Die Fotos der bayerischen Politikerin Gabriele Pauli mit Latex-Handschuhen beschäftigen weiter die Justiz. Der Streit ging am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München in eine neue Runde.

Die 55-jährige ehemalige Fürther Landrätin erschien selbst zu der Berufungsverhandlung. Sie habe die Veröffentlichung der Bilder, die für das Gesellschaftsmagazin „Park Avenue“ aufgenommen worden waren, so nicht gewollt, sagte die heutige fraktionslose Landtaabgeordnete. „Aufgrund dieses Artikels, den ich in dieser Weise nie wollte, ist soviel losgetreten worden an Schmähungen, Beleidigungen.“ Irgendwann müsse das einmal gestoppt werden.

Bierunion und Sexpartei: Die irrsten Parteien Deutschlands

Bierunion und Sexpartei: Die irrsten Parteien Deutschlands

Von 1992 bis 2004 war die "Naturgesetz Partei" in Deutschland aktiv. Sie stützte sich auf die von Guru Maharishi Mahesh Yogi (Bild) propagierte Lehre der übersinnlichen transzendentalen Meditation. Der deutsche Ableger erstattete gegen 1500 Menschen Strafanzeige - darunter auch gegen den ehemaligen Bundeskanzler. Die "Angeklagten" sollten für ihre angebliche Mitschuld an Gesundheitsschäden verantwortet werden, die infolge des Ignorierens der vorgeschlagenen Bewusstseinstheorie der Partei entstanden seien. Die Staatsanwaltschaft wies diese Anzeigen als haltlos zurück. © dpa
Rente ab 65, alternative Energien und Erhalt von landwirtschaftlichen Betrieben: Die aus dem Senioren-Schutz-Bund entstandenen "Grauen Panther" machten sich für die Interessen junger und älterer Menschen stark. Gegründet wurde die Partei 1989 von Trude Unruh (Bild). Nach Spendenaffären fand die Gruppe am 29. März 2008 ihr Ende. © dpa
Sie galt als erste (feuchtfröhliche) Spaßunion: Die "Deutsche Biertrinker Union" (kurz: DBU). Gegründet wurde sie 1990 in Rostock. Angelehnt an die biblische Redewendung "Schwerter zu Pflugscharen" lautete ihr Motto "Schwerter zu Bierhumpen". Zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 wurde die DBU nicht zugelassen. Danach verlief sie sich im Sande. © dpa
Eigentlich wollte Joachim Driessen nur das Verbot seines pornographisch angehauchten Blattes "St. Pauli Zeitung" verhindern. Doch daraus entstand 1970 die "Deutsche Sex-Partei". Die Mitglieder waren verpflichtet, für die "Liberalisierung des Sexes im näheren und weiteren Umkreis durch Wort und Tat unermüdlich" einzutreten. Durch die Umwandlung der Ostseeküste in FFK-Strände sollte Druck auf die DDR-Führung ausgeübt werden. © dpa
Die rechtspopulistische Kleinpartei "Pro deutsche Mitte - Initiative pro D-Mark" (kurz: "Pro DM") existierte von 1998 bis 2007. Geleitet wurde sie von Euro-Gegner Bolko Hoffmann (r.), der später den ehemaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill (l.) ins Boot holte. Die Partei sprach sich nicht nur für eine starke Zuwanderungsbegrenzung aus, sondern auch für die Abschiebung ausländischer Drogendealer in ihr Heimatland. Mit dem Tod des Vorsitzenden Hoffmann starb auch die Partei. © dpa
Sie wollten die Entwicklung kapitalistischer Geschäftsverhältnisse im Keim ersticken: Die marxistische Partei "Die Nelken" gründete sich im Osten Berlins 1990 und schloss sich bald danach mit den "Vereinigten Linken" zusammen. So schnell, wie die Partei entstand, fand sie aber auch ihr Ende. Bereits zwischen 1991 und 1993 begann ihr Zerfall. © dpa

In der Verhandlung ging es um einen Onlinebeitrag von „Bild.de“, in dem die Politikerin unter anderem als „durchgeknallte Frau“ bezeichnet wurde. Das Landgericht hatte darin eine unzulässige Schmähkritik gesehen, jedoch Paulis Forderung nach eine Entschädigung von 5000 Euro zurückgewiesen (Az.: 8 O 5139/11).

Die Aussage sei ehrverletzend, sagte die Vorsitzende Richterin Eva Spangler am Dienstag. Der Autor habe den Satz aber vor dem Hintergrund geschrieben, dass Pauli damals viele Karrierechancen hatte und somit sich die Frage gestellt habe, „wie man sowas machen kann“. Der Anwalt des Axel-Springer-Verlags, Ulrich Amelung, sagte, die Aussagen seien kritisch und scharf, aber zulässig.

dpa

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