Strenger Sparkurs für die Franzosen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Frankreichs Premierminister François Fillon will sein Land auf das Sparen einschwören.

Paris - Frankreichs Premierminister François Fillon hat seinem Land einen radikalen Sparkurs verordnet. Im kommenden Jahr wollen die Franzosen sieben Milliarden Euro einsparen. Wie das gehen soll:

Wie Fillon am Montag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung bekannt gab, will Frankreich im kommenden Jahr sein Defizit um sieben Milliarden Euro verringern. Demnach erwartet die Franzosen 2012 der strengste Sparhaushalt der französischen Geschichte seit 1945.

Ministergehälter sollen eingefroren und die Sozialleistungen gedeckelt werden. Die ermäßigte Mehrwertsteuer soll für nicht essenzielle Güter von 5,5 auf sieben Prozent angehoben werden. Das Renteneintrittsalter von 62 Jahren soll um ein Jahr vorgezogen werden und somit bereits 2017 in Kraft treten.

“Wir haben lediglich ein Ziel: Die Bürger Frankreichs vor den ernsthaften Schwierigkeiten zu bewahren, von denen andere europäische Staaten betroffen sind“, sagte Fillon bei einer Pressekonferenz. Es seien notwendige Maßnahmen, wenn Frankreich bis 2016 seinen Haushalt ausgleichen wolle. Frankreichs Souveränität stehe zur Disposition. Frankreich dürfe nicht in eine Lage geraten, in der man eine von außen auferlegte Politik umsetzen müsse, sagte Fillon.

So will die deutsche Regierung 80 Milliarden Euro sparen

So will die Regierung 80 Milliarden Euro sparen

Zuletzt hatte Frankreich seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr von 1,75 auf ein Prozent senken müssen. 2012 stehen in Frankreich die Präsidentschaftswahlen an. Bereits im August kündigte die Regierung für dieses und kommende Jahr Ausgabenkürzungen in Höhe von elf Milliarden Euro an. Die Kreditwürdigkeit Frankreichs wird weiterhin mit der Bestnote bewertet.

dapd

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser