Nach ZDF -Anruf- Affäre

Ex-CSU-Sprecher Strepp wieder im Dienst

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Der frühere Pressesprecher der CSU, Hans Michael Strepp

München - Hans Michael Strepp behält auch nach seinem Rücktritt als CSU-Sprecher eine zentrale Führungsposition innerhalb der Partei. Er leitet weiterhin den Planungsstab der Parteizentrale.

Die CSU bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“. CSU-Chef Horst Seehofer warf dem ZDF unterdessen vor, die Affäre um den Anruf von Strepp in der ZDF-„heute“-Redaktion übertrieben behandelt zu haben. „Das ZDF hat den Vorfall überhöht“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“.

Strepp hatte seinen Posten als Parteisprecher im Oktober geräumt, weil er nach Angaben des ZDF versucht hatte, Einfluss auf die Berichterstattung über den bayerischen SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude zu nehmen. Strepp selbst hatte eine versuchte Einflussnahme abgestritten. Damals hatte Seehofer Strepps Rücktritt als „unvermeidlich“ sowie „richtig und notwendig“ bezeichnet.

Der Vorfall sei „nicht sehr glücklich“ gewesen“, sagte Seehofer dem Blatt. „Trotzdem kann es doch zwischen Medien und Politik keine Kontaktsperre geben.“ Er achte die Pressefreiheit hoch, aber es gebe auch die Meinungsfreiheit von Politikern, betonte der CSU-Chef. „Kein Politiker sollte sich die Freiheit nehmen lassen, auch Journalisten mal zu sagen, wo sie falsch gelegen haben. Das ZDF hat den Vorfall überhöht.“

Strepp arbeitet seit 2006 für die CSU-Landesleitung und bleibt in der Funktion des Planungschefs einer der wichtigsten Mitarbeiter von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Vor seinem Rücktritt war Strepp sowohl Parteisprecher als auch Planungschef der CSU.

Seehofer legte in seinem Interview zudem führenden Mitarbeitern der öffentlich-rechtlichen Sender ein Offenlegen ihrer Bezüge nahe. „Ich wünsche mir bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die gleiche Transparenz wie bei den Politikern. Was ich verdiene, können Sie im Gesetz nachlesen. Das gilt so für das öffentlich-rechtliche ZDF nicht“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“.

CSU-Parteitag: Hier spricht der Chef

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Das Gehalt des ZDF-Intendanten sei kein Geheimnis, sagte ein Sprecher des Fernsehsenders am Sonntag. Der Intendant verdiene derzeit 288 000 Euro im Jahr. Das Gehalt sei bereits vor zwei Jahren öffentlich gemacht worden. Und was bekommt Seehofer als Regierungschef laut Gesetz? Er beziehe knapp unter 200 000 Euro pro Jahr, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei in München. In seiner Funktion als CSU-Vorsitzender bekommt Seehofer keine Vergütung, weil der Vorsitz ein Ehrenamt ist, wie ein Parteisprecher mitteilte.

dpa

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