"Super-Wahlsonntag": Letzter Test vor der Bundestagswahl

20,6 Millionen Bürger können heuer in vier Bundesländern ihre Stimme abgeben.
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20,6 Millionen Bürger können heuer in vier Bundesländern ihre Stimme abgeben.

Berlin - Generalprobe für die Bundestagswahl am 27. September: Vier Wochen vor der Bundestagswahl werden am heutigen Sonntag im Saarland, in Thüringen und in Sachsen neue Landtage gewählt.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind die Bürger aufgefordert, die Kommunalparlamente und Bürgermeister neu zu bestimmen. Damit können insgesamt 20,6 Millionen Bürger ihre Stimme abgeben und so auch ein Signal für den 27. September setzen.

Die unverändert im Umfragetief steckende SPD baut fest darauf, dass der “Super-Wahlsonntag“ für sie eine Wende im Bundestagswahlkampf bringen wird. “Ich erwarte mir von den Landtagswahlen sowie den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen erste positive Ergebnisse“, sagte SPD -Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier der “Bild am Sonntag “. Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) erneuerte ihre Kritik an der SPD , die eine Trendwende in Bündnissen mit der Linkspartei suche.

Spannend dürfte es vor allem im Saarland und in Thüringen werden, wo die bisher alleinregierenden CDU -Ministerpräsidenten Peter Müller und Dieter Althaus den letzten Umfragen zufolge ihre Mehrheiten einbüßen könnten. Falls es für schwarz-gelbe Koalitionen nicht reicht, könnte es in beiden Ländern zu rot-rot-grünen Bündnissen kommen. Auch eine CDU / SPD -Koalition in Thüringen ist denkbar.

In Sachsen kann Ministerpräsident Stanislaw Tillich ( CDU ) laut den Umfragen mit seinem Junior-Partner SPD weiterregieren oder - was als wahrscheinlich gilt - ein Bündnis mit der FDP schmieden.

In Nordrhein-Westfalen richtet sich das Augenmerk vor allem auf das Abschneiden von CDU und SPD im einstigen Stammland der Sozialdemokraten. Ein landesweites Ergebnis wird wie für die Landtagswahlen am späten Abend erwartet.

dpa

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