Tanzverbot: "Alle Feiertage abschaffen"

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Künftig darf in Bayern in die "Sitllen Tage" reingefeiert werden.

München - Still und leise haben sich CSU und FDP auf eine Lockerung des Tanzverbots an "Stillen Tagen" geeinigt. Die Entscheidung wird im Internet heiß diskutiert. Sogar eine Abschaffung aller Feiertage wird gefordert.     

tz-online-User klutzke findet etwa: "Schade, hätte mir gewünscht, diese Stillen Tage abzuschaffen." Es sollte lieber wieder gearbeitet werden. "Keiner geht mehr in die Kirche! Also warum soll man da frei haben?", fragt er.

Und internatsschüler meint: "Die Christen können Feiertage haben so viele sie wollen - sollen aber damit nicht die anderen belästigen - mit Sperrstunden und Tanzverbot!"

Allen, die das Tanzen an "Stillen Tagen" verbieten möchten, rät merkur-online-User schiebt mal keine filme: Wenn Euch diese Tage so wichtig sind, dann bleibt zu Hause und heult, während andere feiern und lachen!"

Rückblick: Die bayerische Staatsregierung hat sich in dieser Woche in zwei dauerhaften Streitfragen geeinigt. Künftig darf in die stillen Feiertage bis 2 Uhr morgens reingefeiert werden, bislang war um Mitternacht Schluss. Damit ist die CSU dem Koalitionspartner FDP entgegengekommen. Die Liberalen lockerten im Gegenzug ihre Haltung bei Alkoholverboten im öffentlichen Raum.

Auch bei Facebook gibt es viele Reaktionen auf die Entscheidung: "Mit der angestaubten CSU ist halt nicht mehr drin. Wir können froh sein, dass es wenigstens 2 Uhr geworden ist. Wenn sie noch allein regieren würden, würden sie das Tanzen ohne Lederhose oder Dirndl wahrscheinlich ganz verbieten", schreibt Robert K. auf der Steite der "Facebook-Gruppe "Gegen das Tanzverbot an FEIERtagen".

An gleicher Stelle postet Sandra W.: "Soll doch jeder die oben genannten Tage begehen, wie er will. Den einen jucken die religiösen Hintergründe nicht, warum soll er dann nicht feiern dürfen."

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur begrüßt den Kompromiss der Staatsregierung und sieht darin die Chance, dass zukünftige Bürgerpolitik in Bayern durchaus machbar ist, wenn die richtigen Bewertungen in Entscheidungsfindungen einfließen.

Eine ganz spezielle Befürchtung hat merkur-online-User Thomas N. im Hinblick auf den Gegenkompromiss: "Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Das wären die viel weitgreifenderen Maßnahmen, als eine eigentlich lächerliche Auflockerung des Tanzverbots um zwei Stunden. Was sich hier abzeichnet ist eine eindeutige Entwicklung in Richtung amerikanischer Verhältnisse."

Gelassen verfolgt Geli die hitzige Diskussion: "Ich finds amüsant, dass sich manche über Einschränkungen an den "Stillen Feiertagen" so aufregen müssen. Ist ja eh ned oft im jahr. Und früher ging es ja auch mit der Stillen-Feiertagsregelung. Ich bin selber erst 19 und bin auch ned so christlich, aber ich akzepiere diese Regelung, da wir es der christlichen Kirche zu verdanken haben, Feiertage zu haben."

ole

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