Polizei-Gewerkschaft warnt: Terrorgefahr hoch

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Polizeigewerkschaft macht sich Sorgen um die zunehmende Terorrgefahr in Deutschland

Berlin - Die terroristische Gefahr in Deutschland ist nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft GdP anhaltend hoch. Sie befürchtet "nichts Gutes".

Es gebe in der Bundesrepublik mehr als 400 radikale Islamisten, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, am Montag in Berlin. Von ihnen zähle das Bundeskriminalamt 131 zum harten Kern, die zu “politisch motivierten Straftaten mit erheblichen Ausmaß“ fähig seien.

Auch Terrorpläne in Deutschland verhindert

Freiberg wies darauf hin, dass seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 rund 50 “ernstzunehmende Terrorpläne“ in Europa von den Sicherheitsbehörden durchkreuzt worden seien, “davon ein halbes Dutzend in Deutschland“. Mit dem Erfolg der Sicherheitsbehörden sei die Sensibilität gegenüber der Terrorgefahr gesunken. Doch lasse eine erhöhte “Reisebewegung“ in pakistanische Ausbildungslager und zurück nach Deutschland “nichts Gutes befürchten“.

GdP: Polizei fehlen die Mittel zur Terrorbekämpfung

Der GdP-Chef warnte davor, der Polizei wichtige Instrumente im Kampf gegen den Terrorismus nicht zu geben. “Notwendige Rechtsgrundlagen und Ermittlungstechniken wie die Vorratsdatenspeicherung werden der Polizei versagt“, beklagte der GdP-Chef. Es sei “nur eine Frage der Zeit“, wann die Sicherheitsbehörden gegenüber dem internationalen Terrorismus ins Hintertreffen gerieten.

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser