Unruhe in der CSU durch Euro-Krise

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Der Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler.

Bad Staffelstein - Die Griechenland-Krise löst in der CSU immer größere Besorgnis aus. Die Landesgruppe fürchtet um den Erfolg bei kommenden Wahlen, Parteichef Seehofer übt sich in Schadensbegrenzung.

Der Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler kritisierte am Donnerstag vor Beginn der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im oberfränkischen Kloster Banz den Kurs der Bundesregierung: “Unzufriedenheit ist überhaupt kein Ausdruck. Ich möchte, dass wir die nächsten Wahlen gewinnen.“

Die Bundesregierung müsse Klarheit schaffen, ob sie ihr Versprechen einhalte, dass der Euro so stabil sei wie die D-Mark: “Da habe ich meine Zweifel“, sagte Gauweiler, der vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfen der EUklagt.

CSU-Chef Horst Seehofer forderte seine Parteifreunde auf, sich mit öffentlichen Äußerungen zurückzuhalten: “Jede Äußerung kann die Stabilität des Euro beeinträchtigen“, sagte er. Doch äußerte sich nicht nur Gauweiler.

Der Abgeordnete Thomas Silberhorn sagte: “Ich glaube, wir haben einen Zeitpunkt erreicht, an dem an einer Umschuldung Griechenlands kein Weg mehr vorbeiführt.“ Seehofer seinerseits wollte sich inhaltlich nicht zum EU-Rettungsgipfel für Griechenland äußern. “Wir haben uns entschlossen, dass wir uns zu diesem Thema nicht öffentlich äußern“, sagte er.

dpa

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