US-Drohne auf den Seychellen abgestürzt

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Washington - Erst Anfang Dezember ist eine US-Drohne in die Hände des Irans gefallen. Jetzt haben die USA noch eine zweite Drohne verloren - dieses Mal im Indischen Ozean.

Wie die US-Luftwaffe bestätigte, stürzte ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug vom Typ MQ-9 Reaper über den Seychellen im Indischen Ozean ab - direkt auf den internationalen Flughafen der Insel Mahé.

Die Absturzursache blieb zunächst unklar. Die Drohne war nicht mit Waffen bestückt, hieß es in der Mitteilung der US-Luftwaffe. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Das US-Militär und Angehörige der Luftfahrtbehörde der Seychellen hätten zusammen die Trümmer der Maschine beseitigt. Die Start- und Landebahn sei mittlerweile wieder freigegeben

Erst Anfang Dezember war eine US-Drohne in die Hände des Irans gefallen. Teheran behauptet, den Flugroboter zur Landung gezwungen zu haben, als dieser über der iranischen Stadt Kaschmar unterwegs war. Die Nato spricht dagegen von einem unbemannten Aufklärungsflugzeug, das bei einem Einsatz über dem Westen Afghanistans verloren gegangen sei.

Zwischen dem Absturz auf den Seychellen und dem Vorfall im Iran bestehe kein Zusammenhang, zitierte der Nachrichtensender CNN namentlich nicht genannte Regierungsbeamte. Während das dem Iran in die Hände gefallene Roboterflugzeug allem Anschein nach ein hoch entwickeltes Tarnkappen-Modell sei, falle die am Dienstag abgestürzte Drohne in eine eher konventionelle Kategorie.

Flugroboter vom Typ MQ-9 Reaper unter dem Schirm des US-Afrikakommandos werden etwa zu Überwachungsflügen im Kampf gegen Piraten oder Terroristen eingesetzt. Seit 2009 starten Reaper-Drohnen - mit Einwilligung der Regierung der Seychellen - von den Inseln zu Anti-Terror-Einsätzen in Ostafrika, berichtete CNN. Mit einer Reichweite von 1800 Kilometern kann die Drohne von den Seychellen Teile von Somalia und sogar des Jemens erreichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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