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Hungerkrise

USA stocken Nothilfe für Afghanistan auf

Hunger in Afghanistan
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Hungerkrise in Afghanistan: Eine Verteilungsstelle des Welternährungsprogramm WFP am Stadtrand von Herat.

Washington hat sich dazu entschlossen, unabhängige humanitäre Organisationen in Afghanistan mit Finanzmitteln im Millionenhöhe zu unterstützen.

Washington - Angesichts der humanitären Krise in Afghanistan stellt die US-Regierung nach eigenen Angaben weitere knapp 144 Millionen Dollar (123 Millionen Euro) Nothilfe bereit.

Der Nationale Sicherheitsrat teilte mit, damit werde sich die humanitäre Hilfe der USA in Afghanistan und für afghanische Flüchtlinge in der Region im laufenden Jahr auf insgesamt fast 474 Millionen Dollar belaufen. Der Sicherheitsrat machte deutlich, dass die Unterstützung nicht über die Regierung der militant-islamistischen Taliban, sondern über unabhängige humanitäre Organisationen geleistet werde.

Die USA stocken die Nothilfe für Afghanistan auf.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte am Montag vor einer sich dramatisch zuspitzenden Hungerkrise gewarnt. In einem WFP-Bericht hieß es, von November an werde mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes nicht ausreichend zu essen haben. Gründe für den Anstieg seien eine anhaltende Dürre, der Zusammenbruch öffentlicher Dienstleistungen, eine schwere Wirtschaftskrise und steigende Lebensmittelpreise in dem Land.

Der US-geführte Einsatz in Afghanistan war vor knapp zwei Monaten mit dem Abzug der letzten Soldaten zu Ende gegangen. Bereits Mitte August hatten die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Internationale Hilfs- und Entwicklungsgelder wurden seither zu einem großen Teil eingestellt, im Ausland geparkte Reserven der afghanischen Zentralbank eingefroren.

Indessen werden auch nach dem Abzug der internationalen Truppen regelmäßig Zivilisten durch Explosionen verletzt. Binnen sieben Tagen sind mindestens 27 Menschen durch zurückgelassene Bomben am Straßenrand oder Blindgänger verwundet worden. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor.

Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, hieß es. Der Großteil von ihnen sei in ländlichen Gebieten der Provinz Kandahar im Süden des Landes verletzt worden.

Die Taliban hatten in der Vergangenheit im ganzen Land an Straßenrändern Sprengsätze versteckt, um mit ihnen die Sicherheitskräfte der Regierung anzugreifen oder ihre Bewegungen einzuschränken und zu verlangsamen. Vor allem in ländlichen Gebieten kommen Menschen auch durch scharfe Mörsergranaten, Granaten oder andere Sprengkörper zu Schaden, die bei ihrem Einsatz im Gefecht nicht explodiert waren. dpa

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