V-Mann-Führer als Zeuge im NSU-Prozess

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Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal mit ihren Anwälten hinter der Anklagebank. Foto: Peter Kneffel

München (dpa) - Beim NSU-Prozess in München ist der frühere V-Mann-Führer von Tino Brandt heute als Zeuge geladen. Brandt war Gründer und Anführer des rechtsextremen "Thüringer Heimatschutzes" (THS).

Zu dieser Gruppe gehörte auch die "Kameradschaft Jena" mit Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Die drei mutmaßlichen Terroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" waren nach Aussage Brandts regelmäßig bei Treffen des THS dabei.

Brandt war nach Einschätzung seiner V-Mann-Führer jahrelang einer der wichtigsten Informanten in der Szene. Brandt selber hatte als Zeuge vor Gericht gesagt, er habe nur berichtet, was der Geheimdienst ohnehin gewusst habe und sich in Wahrheit stets "der rechten Szene zugehörig" gefühlt. Der "Nationalsozialistische Untergrund" hat nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge verübt.

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

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