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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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Völlig daneben: Zeitung zeigt Merkel als Hitler

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Ein Mann betrachtet am Montag (08.08.2011) in Hannover die Homepage der italienischen Tageszeitung Libero mit einer Illustration, in der Bundeskanzlerin Merkel mit einem Hitler-Bart und der Überschrift "Heil Merkel" zu sehen ist.

Rom - Italien blickt in der tiefen Schuldenkrise wie gebannt auf den Wirtschaftsmotor Deutschland. Die Presse analysiert die Berliner Haltung. Ein Blatt fällt mit einem völlig geschmacklosen Tiefschlag auf.

Während die renommierteren Blätter sachlich die Zwänge und Debatten im Land der Bundeskanzlerin ausbreiten, fiel der Mailänder Rechtsausleger “Libero“ mit einer als Adolf Hitler gezeichneten Angela Merkel aus dem Rahmen: “Deutschland setzt die Euro-Zone unter Druck, um sie beherrschen zu können“, hieß es in der rechtskonservativen Tageszeitung am vergangenen Samstag.

“Libero“ (Auflage: etwa 180 000) gehört nicht zu dem riesigen Medienimperium des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi. Das rechte Blatt, das auch von einem “Angriff von Heil Merkel“ sprach, zählt nicht zu den auflagenstärksten Zeitungen Italiens.

“Wenn Deutschland sich in den vergangenen Stunden gefragt hat, ob es mehr kosten würde, Italien zu retten oder es seinem Schicksal zu überlassen, dann müssen wir uns fragen, warum dem so ist“, leitete am Montag die liberale Turiner “La Stampa“ eine nüchterne Analyse der Malaise Italiens ein. Ein langer Einspalter weist dann ausführlich auf den Widerstand des ehemaligen FDP-Wirtschaftsministers Rainer Brüderle gegen EU-Hilfen hin. Zitierter Tenor: Rom kann das allein.

Deutsche Interviewpartner sind auch in anderen Blättern am Montag gefragt. Der Mailänder “Corriere della Sera“ etwa lässt Kurt Lauk, den Präsidenten des CDU-Wirtschaftsrates, zu Wort kommen: “Die Deutschen sind nicht anti-italienisch, wollen aber auch nicht die Rechnung bezahlen.“ Und die linksliberale römische Tageszeitung “La Repubblica“, Speerspitze im Kampf gegen Silvio Berlusconi, gibt dem deutsch-italienischen “Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo Raum für Breitseiten gegen den “Cavaliere“: Dieser überzeuge in dem operettenhaften Klima nicht.

dpa

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