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Gebeuteltes Land

Wahl in Argentinien: Kann Alberto Fernández die grassierende Armut bekämpfen?

Alberto Fernández ist der neue Präsident in Argentinien.
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Alberto Fernández ist der neue Präsident in Argentinien.

Argentinien hat gewählt und steht einem Wechsel bevor: Amtsinhaber Mauricio Macri muss seinen Posten inmitten einer schweren Krise an Alberto Fernández abgeben.

Buenos Aires - Das krisengeschüttelte Argentinien hat einen neuen Präsidenten gewählt. Inmitten einer Wirtschaftskrise, die geprägt ist von einer verdoppelten Inflation, Armut und einem Berg voll Schulden konnte sich der Oppositionskandidat Alberto Fernández gegen Amtsinhaber Mauricio Macri durchsetzen. Auf knapp 48 Prozent der Stimmen kam der Mitte-Links-Politiker nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Wahlzettel. Sein Konkurrent aus der konservativen Ecke erlangte weniger als 41 Prozent. 

Argentinien: Wahlsieg für Mitte-Links inmitten von Wirtschafts- und Finanzkrise

Trotz angestrengtem Wahlkampf konnte Mauricio Macri den versprochenen Boom in Argentinien nicht vollziehen. In dem Land steht es schlechter als vor der letzten Wahl, eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise beutelt die Bevölkerung. Auch ein Bereitschaftskredit von 57 Milliarden US-Dollar des Internationalen Währungsfonds konnte diesen Abwärtstrend nicht aufhalten. Die von Armut gebeutelte Bevölkerung setzt die Hoffnungen nun also auf Alberto Fernández, wenngleich die Wahl etwas knapper ausfiel, als die Prognosen vermuten ließen. Rund 81 Prozent der wahlberechtigten Argentinier gaben ihre Stimme ab. 

Ex-Präsidentin Cristina Kirchner kommt zurück in die Regierung - trotz Korruptionsvorwürfen

Neben Alberto Fernández steht nun auch die neue Vize-Präsidentin in Argentinien fest. Mit ihr tritt ein bekanntes Gesicht wieder zurück auf die Regierungsbühne: Cristina Fernández de Kirchner, die direkte Vorgängerin von Mauricio Macri. Die 66-Jährige war von 2007 bis 2015 Präsidentin von Argentinien, sie steht für eine protektionistische Wirtschaftspolitik und eine konfliktreiche Beziehung zum IWF. Aktuell befindet sich allerdings in einer turbulenten Lage. Mehrere Verfahren wegen Korruptionsvorwürfen laufen gegen die Argentinierin. Als Senatorin genießt sie allerdings Immunität.

Cristina Kirchner und Alberto Fernández nach Wahlerfolg in Argentinien.

Wie das neue Duo Argentinien aus der schweren Wirtschaftskrise führen will, ist allerdings unklar. Am 10. Dezember ist die Amtsübergabe geplant, dann müssen den Freudenstürmen auch Taten folgen.

In den Medien war Argentinien kürzlich vor allem nach einem Mega-Stromausfall. Ist ein solches Szenario auch für Deutschland denkbar? Eine andere Wahl beschäftigt die Bürger hierzulande momentan: Thüringen hat am Sonntag (27. Oktober) einen neuen Landtag gewählt

mit afp/dpa

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