Wahlkampf 2013

Freien Wähler forcieren G8/G9-Volksbegehren

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Freie Wähler Generalsekretär Michael Piazolo will mit seiner Partei ein G8/G9-Volksbegehren durchsetzen

München - Die Freien Wähler kämpfen für ein Volksbegehren, bei dem die Bürger in Bayern über die Wiedereinführung des G9 abstimmen dürfen. Dafür wollen sie sich mit der SPD zusammentun.

Die Freien Wähler machen ihr Volksbegehren zur Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums zu einem Hauptthema im bevorstehenden Landtagswahlkampf. Dies werde ein „ganz entscheidender Punkt“ sein, sagte Generalsekretär Michael Piazolo am Freitag in München. Ziel der Freien Wähler ist, das G9 als zusätzliche Möglichkeit zum G8 wieder anzubieten - wobei die Partei davon ausgeht, dass das G9 der Standard für die Mehrheit der Schüler sein soll und das G8 die Zusatzoption für eine Minderheit.

Um ein Volksbegehren zu beantragen, müssen die Freien Wähler zunächst 25 000 Unterschriften sammeln. Auch wenn das schleppend verlaufen sollte, will Piazolo keinesfalls aufgeben: „Wir werden so lange sammeln, bis wir die Unterschriften haben.“ Bisher stehen die Freien Wähler allein ohne Unterstützung der anderen Oppositionsparteien da - ebenso wie zu Beginn des erfolgreichen FW-Volksbegehrens gegen die Studiengebühren.

Piazolo hofft, dass auch dieses Mal zumindest die SPD aufspringt: „Die SPD ist inhaltlich nicht so weit von uns weg, dass sie sich nicht anschließen könnte.“ Sowohl die Freien Wähler als auch die Sozialdemokraten plädieren für das zweigleisige Gymnasium, wenn die Freien Wähler auch stärker zum G9 tendieren. An diesem Samstag wollen die Freien Wähler bei einem Parteitag in Germering vor den Toren Münchens ihr Landtagswahlprogramm beschließen.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) erklärte das Volksbegehren für überflüssig - mit dem Argument, dass es bereits eine Wahlmöglichkeit zwischen acht- und neunjähriger Gymnasialzeit gibt. Spaenles Modell des „Flexijahrs“ sieht vor, dass jeder G8-Schüler flexibel ein zusätzliches Jahr einlegen kann, so dass am Ende eine neunjährige Gymnasialzeit steht. „Große Strukturreformen nützen der Schülerschaft nicht und bringen nur Unruhe in die Schulen“, kritisierte Spaenle den Freie Wähler-Plan.

dpa

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