Wehrbeauftragter: Truppe muss attraktiver werden

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Die neue Bundeswehr muss ihr Image als Arbeitgeber aufpolieren.

Berlin - Trotz Reform ist die Bundeswehr noch kein attraktiver Arbeitgeber - so lautet das Urteil des Wehrbeauftragten der FDP. Wie die Truppe ihr Image verbessern könnte:

Die neue Bundeswehr ohne Pflichtdienst muss aus Sicht des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus viel familienfreundlicher werden, um attraktiv für Freiwillige zu sein. Aktuell seien 70 Prozent der Soldaten dauerhaft Fernpendler und kämen nur am Wochenende nach Hause, sagte Königshaus am Freitag im ZDF-“Morgenmagazin“. So sei die Truppe als Arbeitgeber wenig attraktiv.

“Zunächst mal müssen wir sicherlich dafür sorgen, dass die Negativfaktoren, die die Soldaten heute spüren, wegkommen: Diese heimatferne Verwendung, diese ständigen Versetzungen alle drei, vier Jahre im Schnitt“, kritisierte Königshaus. Auch die unvorhersehbare Abkommandierung zu Lehrgängen trage zur Familienunfreundlichkeit bei.

Die Bundeswehr steht derzeit vor dem größten Umbau in ihrer Geschichte. Der Wehrdienst fällt weg, die Truppe soll merklich kleiner und ihre Struktur grundlegend reformiert werden. Der FDP-Politiker Königshaus ist als Wehrbeauftragter eine Art Anwalt der Soldaten und beobachtet die Streitkräfte im Auftrag des Bundestages.

Dem von seiner Doktortitel-Affäre belasteten Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stärkte Königshaus den Rücken. “Vieles von dem, was nun im Moment erörtert wird, überlagert einen ganz anderen Aspekt, der mich sehr beeindruckt hat: Die Empathie und auch die ganz persönliche Zuwendung, mit der er [Guttenberg] konkrete Einzelfälle auch annimmt“, sagte Königshaus.

dpa

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