Ude: Gemeinsames Lernen nicht gegen Willen der Eltern

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Christian Ude möchte nicht über den Kopf der Eltern hinweg entscheiden.

München - Gemeinschaftsschulen sollen nicht ohne Einverständnis der Eltern durchgesetzt werden - das zumindest fordert Christian Ude. In Bayern möchte man aus den Ereignissen in Hamburg lernen.

Der SPD-Spitzenkandidat für die bayerische Landtagswahl 2013, Christian Ude, möchte Gemeinschaftsschulen nicht gegen den Willen der Eltern vor Ort durchsetzen. In Hamburg hätten SPD, Grüne, CDU und Lehrergewerkschaften bei einem Bürgerentscheid dafür eine schallende Ohrfeige bekommen. “Eine solche Lehre darf man nicht in den Wind schlagen“, warnte Ude am Freitag in München.

Als Ministerpräsident würde er gemeinsames Lernen überall da ermöglichen, wo dies auf breite Zustimmung stoße. “Die Forderung nach Bürgerbeteiligung darf nicht nur für Bahnhöfe und Flughäfen gelten, sondern auch für Schulen“, sagte der Münchner Oberbürgermeister und Präsident des Deutschen Städtetages. Ohnehin werde die organisatorische Seite der Schule von vielen Linken überschätzt und die Rolle der Lehrpläne und der Lehrer für den Lernerfolg unterschätzt.

dpa

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