Koalitions-Zoff wegen Angehörigen-Jobs?

FDP-Minister Heubisch giftet gegen "CSU-Filz"

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (r, CSU) spricht auf dem Archivbild mit Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP).

München - Die Affäre um die Beschäftigung von Familienangehörigen durch Landtagsabgeordnete der CSU belastet zunehmend auch das Verhältnis zum Koalitionspartner FDP. Wissenschaftsminister Heubisch giftet nun gegen "CSU-Filz".

Der liberale Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch prophezeite im „Focus“ der CSU Verluste bei der Landtagswahl im Herbst: „Die Leute erkennen, dass das CSU-Filz ist. Den haben sie satt.“ Zu einer absoluten Mehrheit für die CSU werde es im Herbst nicht kommen. FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil sagte, er stehe dem Verhalten der CSU-Abgeordneten „völlig verständnislos“ gegenüber. Es sei höchste Zeit, dass der Landtag das ein für alle Mal regele.

Georg Schmid war am Donnerstag über die üppig entlohnte Beschäftigung seiner Frau als Büro-Mitarbeiterin gestürzt. Außer ihm haben weitere 16 CSU-Abgeordnete Ehegatten und Kinder angestellt., darunter Kultusminister Ludwig Spaenle. Der Landtag hatte diese Praxis im Jahr 2000 beendet, Altverträge blieben davon unberührt. Bayerns SPD-Chef Florian Pronold forderte im „Focus“ Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) auf, die Kabinettsmitglieder, die Angehörige beschäftigt haben, zu entlassen.

dpa

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