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Risikogebiete & Co.

Test- und Quarantänepflicht: Die Einreise-Regeln für Deutschland im Überblick

Reisende stehen am Flughafen Schiphol in Amsterdam in einer Schlange.
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Bei der Einreise nach Deutschland gelten viele Regeln.

Die Einreise-Regeln für Deutschland sind denkbar unübersichtlich: Wann gilt denn nun die Corona-Testpflicht oder eine Quarantäne? Hier eine Übersicht.

Wer nach Deutschland einreisen will – ob aus einem Urlaub oder beruflichen Gründen –, sieht sich einem großen Wirrwarr aus Regeln und Begrifflichkeiten gegenüber. Hinzu kommt, dass die Maßnahmen regelmäßig angepasst werden und teilweise von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind – hier ist Chaos vorprogrammiert. Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Regeln, die Sie für die Einreise nach Deutschland* kennen sollten.

Corona-Pandemie: Einreise aus Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet und Virusvariantengebiet?

Welche Regeln Sie bei der Einreise beachten müssen, hängt davon ab, von wo aus Sie einreisen wollen. Die Bundesrepublik unterscheidet zwischen Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet (oder Hochrisikogebiet) und Virusvarianten-Gebiet. Das steckt dahinter:

  • Risikogebiet: Hauptkriterium ist ein Inzidenzwert von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Aber auch eine unzureichende Datenlage oder fehlende Hygienemaßnahmen können zu einer Einstufung als Risikogebiet führen.
  • Hochinzidenzgebiet: Gebiete, deren Inzidenz mindestens bei 200 liegt und die Inzidenz in Deutschland um ein Mehrfaches übersteigt.
  • Virusvarianten-Gebiet: Gebiete, die besonders stark von ansteckenden Mutationen des Coronavirus betroffen sind.

Digitale Einreiseanmeldung für alle Reisenden

Jeder, der aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Als Aufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise. Ausschlaggebend ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland als Risikogebiet deklariert ist.

Nach der Eingabe der Daten auf dem Portal für die digitale Einreiseanmeldung erhalten Sie eine Bestätigung, die Sie bei der Kontrolle am Flughafen oder an der Grenze vorzeigen müssen. Zudem wird automatisct das zuständige Gesundheitsamt informiert, dass für Sie eine Quarantänepflicht vorliegt.

Des Weiteren gilt zu beachten: Die Einreise-Regeln können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden – vor allem was die Quarantänepflicht angeht. Informieren Sie sich also vorab über die jeweilige Einreise-Quarantäne-Verordnung des Bundeslandes, welche Regeln für Sie gelten. Die Länder orientieren sich an der Muster-Verordnung der Bundesregierung.

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Einreise aus Corona-Risikogebiet: Diese Regeln müssen Sie beachten

  • Bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet müssen Sie sich unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Je nach Bundesland dauert die Selbstisolation zehn bis 14 Tage.
  • Nach dem Aufenthalt im Risikogebiet müssen Sie bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können. Die zuständige Behörde, also das Gesundheitsamt, kann den Nachweis bis zu zehn Tage nach der Einreise verlangen.
  • Die häusliche Quarantäne kann mit einem negativen Corona-Test frühestens nach fünf Tagen vorzeitig beendet werden. Der Test darf aber erst am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.

Welche Tests werden anerkannt?

Laut Bundesgesundheitsministerium werden bei den Tests grundsätzlich Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) und Antigentests anerkannt. Letztere nur, wenn sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen. Antikörpertests sind nicht erlaubt.

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Einreise aus Hochinzdinzgebiet: Aktuelle Maßnahmen

  • Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss schon bei der Abreise dem Beförderer einen negativen Corona-Test oder ein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen können. Der Abstrich darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen werden.
  • Auch für Rückkehrer aus Hochinzidenzgebieten gilt eine Quarantänepflicht von mindestens zehn bis maximal 14 Tagen je nach Bundesland.
  • Die Quarantäne kann durch einen zweiten negativen Corona-Test, der frühestens am fünften Tag der Einreise vorgenommen wird, frühzeitig nach fünf Tagen beendet werden. Auch hier können sich aber die Regeln nach Bundesland unterscheiden.

Einreise aus Virusvarianten-Gebiet: Strenge Regeln für Reisende

  • Bis zum 14. April gilt ein Beförderungsverbot für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten. Deutsche und in Deutschland lebende Ausländer dürfen aber weiterhin einreisen. Es muss bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorliegen.
  • Nach landesrechtlichen Regelungen beträgt die Quarantäne nach Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet insgesamt 14 Tage.
  • Die Frei-Testung nach fünf Tagen ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Quaratänepflicht nach der Einreise: Ausnahme für Geimpfte und Genesene

Seit dem 9. Mai gilt keine Quarantänepflicht mehr für geimpfte oder genesene Reiserückkehrer. Als geimpft gilt, wer beide Impfdosen – oder im Fall von Johnson & Johnson eine Einzeldosis – gegen das Coronavirus erhalten hat und die Gabe der letzten Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Außerdem dürfen die Geimpften bei der Einreise keine gängigen Covid-19-Symptome aufweisen. Als genesen gilt, wer einen positiven PCR-Test vorlegen kann, der maximal sechs Monate und mindestens 28 Tage zurückliegt. Auch hier dürfen die Betroffenen keine einschlägigen Covid-19-Symptome vorweisen.

Weiterhin gilt allerdings eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Virusvariantengebieten, und zwar unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. An die Quarantänepflicht müssen sich auch Personen halten, die in Kontakt mit einer Virusvariante gekommen sind, die in Deutschland noch nicht verbreitet ist.

Testpflicht für Flugreisende – auch aus Nicht-Risikogebieten

Seit Ende März müssen alle Flugreisenden beim Check-in am Abflugort einen negativen Corona-Test vorweisen. Ansonsten dürfen sie nicht an Bord des Flugzeuges. Das gilt auch für Reisende aus Nicht-Risikogebieten. Die Regelung gilt vorerst bis zum 12. Mai. (fk) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Corona-Risikogebiete: Für diese 38 Länder gilt keine Reisewarnung.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

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